Vier deutsche Unternehmen sind unter den Top-Ten-Managerschmieden Europas: BMW, Lufthansa, Voith und Degussa
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BMW, Deutsche Lufthansa, Degussa und Voith sorgen für Überraschung: Diese vier Unternehmen gehören zu denjenigen in Europa, die ihre Talente am besten zu Top-Managern entwickeln. Auf Platz eins steht UBS, gefolgt von L’Oréal und Royal Bank of Scotland. Das sind die Ergebnisse einer Studie der Managementberatung Hewitt Associates, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.

Piotr Bednarczuk, Deutschland-Chef von Hewitt, zeigt sich erfreut: „Bisher wurde in Deutschland die strategische Bedeutung von Führungskräfteentwicklung und Talentmanagement für den Unternehmenserfolg vernachlässigt.“ Hewitt untersuchte dies schon vor zwei Jahren, doch nur BMW schaffte es von den Deutschen damals unter die besten Zehn.

Jetzt befragten die Berater Führungskräfte und Talente in fast 500 Unternehmen, darunter in 101 europäischen Konzernen. Die Ergebnisse sind eindeutig: Für Jungmanager sind Unternehmen attraktiv, in denen sie bei Projekten Erfahrungen sammeln und von den Besten lernen können – wie etwa bei der Bank UBS. Ihr Erfolgsrezept: „Führungskräfteentwicklung und die Geschäftsstrategie sind dort sehr stark miteinander verwoben“, erläutert Bednarczuk.

Talente nur zu Kursen an renommierte Business Schools zu schicken, reicht nicht. Top-Companies setzen auf geschäftsorientiertes Lernen, sagt Bednarczuk. „Besonders zugenommen hat die Bedeutung des Trainings on the Job. Auch Job Rotation oder Projektarbeit werden häufiger als früher genutzt.“

So etwa bei Voith in Heidenheim. Michael Montjoie, Voith-Personalleiter, erzählt: „Wir haben Datenbanken und Personalentwicklungskonzepte, aber vor allem haben wir eine Organisation aus rund 200 Unternehmen. Hier hat der Nachwuchs die Chance, Unternehmer zu sein.“

Einige Unternehmensteile bestehen aus Fünf-Mann-Betrieben, bei anderen tragen Jungmanager Verantwortung für 20, 200 oder mehr Mitarbeiter. „Der Nachwuchs muss sich in unterschiedlichen Umfeldern und bei verschiedensten Aufgaben bewähren“, sagt Montjoie. „Je stärker der Wechsel gerade in jungen Jahren, desto höher der Erfahrungssprung. Personalentwicklung ist im Kern Persönlichkeitsentwicklung.“

Der Bedarf an Entscheidern ist bei Voith gewaltig. In den vergangenen 20 Jahren ist die Gruppe im Schnitt jährlich um neun Prozent gewachsen. Probleme, neue Top-Positionen zu besetzen, hat der Konzern kaum. Im Gegensatz zu anderen: 60 Prozent der Firmen haben, so die Studie, noch immer keinen Prozess zur Nachfolgeplanung.

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