Viktor Wekselberg
Aufsichtsratschef von Rusal geht im Streit

Der russische Oligarch Viktor Wekselberg ist vom Posten des Aufsichtsratschef des Aluminiumriesen Rusal zurückgetreten. Wekselberg hatte mit Konzernchef Deripaska über die Sanierung des Unternehmens gestritten.
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Hongkong/MoskauDer russische Milliardär Viktor Wekselberg legt den Posten als Aufsichtsratschef des weltgrößten Aluminiumproduzenten UC Rusal nach einem Streit mit Konzernchef Oleg Deripaska nieder. „Ich bedauere sagen zu müssen, dass Rusal zurzeit in einer schweren Krise ist, verursacht durch Handlungen des Managements“, sagte Wekselberg am Dienstag.

Der Handel mit Rusal-Aktien wurde am Dienstagmorgen nach Kursverlusten von 1,3 Prozent an der Hongkonger Börse ausgesetzt. Der Aluminiumriese veröffentlichte eine Mitteilung, in der Wekselberg eine ungenügende Amtsführung vorgeworfen wird: „Wekselberg hat es verpasst, in den vergangenen zwölf Monaten sein Amt als Aufsichtsratschef einer Aktiengesellschaft auszufüllen.“ Sein Rücktritt nehme daher entsprechende Überlegungen vorweg.

Wekselberg, der mit seinen Partnern Unternehmensanteile von 15,8 Prozent hält, hatte sich für einen Verkauf des 25-Prozent-Anteils am weltgrößten Nickel- und Palladium-Hersteller Norilsk Nickel eingesetzt, um die milliardenschweren Schulden des Konzerns bedienen zu können. Darüber entbrannte ein Streit unter den Großaktionären.

Rusal rechnet wegen der weltweiten Konjunkturschwäche in diesem Jahr mit deutlichen Produktionskürzungen in der Branche. Früheren Angaben zufolge lagen die Nettoschulden Ende September bei 10,9 Milliarden Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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