Vilim Vasata
Der Werbe-Buddha

Er ist kein typischer Vertreter der Werbeindustrie. Dennoch zählt Vilim Vasata seit über fünf Jahrzehnten zu den Titanen der deutschen Werbung – und denkt noch längst nicht ans Aufhören.

DÜSSELDORF. Schwarzes Hemd, schwarzer Pullunder, schwarze Hose – so sehen Beichtväter aus. Oder Werber. Vilim Vasata ist Werber und trägt die Farbe der Kreativen.

Von Kunden wie von Weggefährten wird Vasata meist mit Hochachtung als intellektueller Introvertierter beschrieben. „Er ist überhaupt kein Werbeverkäufer, keiner dieser Showmen, die man sonst in der Werbebranche trifft“, meint Klaus Morwind, ehemals Vorstand bei Henkel: „Er ruht in sich selbst, reflektiert seine Arbeit extrem und verdichtet dann radikal. Für mich ist er der Buddha der Werbung.“

Ein großes Wort, vielleicht ein zu großes für einen, der seit zehn oder zwanzig Jahren aktiv wäre. Doch während sich Vasatas Altersgenossen auf dem Golfplatz tummeln, arbeitet sich der 76-Jährige Tag für Tag aufs Neue zum Kern von Marken vor.

Apple, BMW, Nestlé, Sony – die Liste der Markterfahrung des gebürtigen Kroaten mit deutscher Staatsangehörigkeit ist lang. Vor 50 Jahren legte er mit der Gründung der Werbeagentur Team den Grundstein für Deutschlands größte Werbeagentur BBDO. Heute ist er als Markenberater immer noch ein viel beschäftigter Mann. „You don’t retire from passion“, hat er 1999 gesagt, als er sich nach langen Jahren aus dem internationalen Board von BBDO Worldwide in die Selbstständigkeit verabschiedete.

Bis dahin hatte der studierte Grafik-Designer und seit 1988 Ordinarius für Kommunikationsdesign an der Universität Essen Werbegeschichte geschrieben. Vor allem mit seinem Entwurf des Logos für Sony in den 80ern, als sein Vorschlag unter 30 000 Einsendungen ausgewählt wurde. Kunden wie Henkel, LBS und Dr. Oetker begleitet Vilim Vasata teilweise seit fünf Jahrzehnten: zuerst mit Team, später für BBDO, die Team 1973 aufkaufte.

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