Vodafone-Chef Arun Sarin treibt die UMTS-Dienste voran und kämpft um die Gunst der Investoren
Der sanfte Vernetzer

Vodafone-Chef Arun Sarin treibt die UMTS-Dienste voran und kämpft um die Gunst der Investoren.

Arun Sarin ist ein Mann, der mit seiner gewinnenden Art andere Leute zum Reden bringt.“ So beschrieb ein Weggefährte den Vodafone-Chef. Und es gelingt Sarin tatsächlich. Als er vorige Woche in London die Präsentation der Halbjahreszahlen beendete, da schaute er mit freundlichem Blick in die schweigende Runde, hob einladend die Arme und sagte mit sanfter Stimme: „Meine Damen und Herren, wir sind zwar gut. Aber so gut, dass Sie keine Fragen haben, können wir gar nicht sein.“ Zögernd hob der erste Journalist die Hand. Das Schweigen war gebrochen.

Vernetzen kann Arun Sarin gut. Er muss es auch können, schließlich ist der Mann mit der sportlichen Figur Chef des weltgrößten Mobilfunknetzbetreibers. Der gebürtige Inder steht seit 15 Monaten an der Spitze von Vodafone. Seine Herausforderung heißt UMTS, die schnellen Datendienste über die neue Handy-Generation. Damit will er den britischen Konzern auf Wachstumskurs halten – und er will Anleger zurückgewinnen, die bis zuletzt auf Distanz zu dem Unternehmen geblieben sind.

Dass er die Fähigkeiten dazu hat, daran zweifelt niemand. „Arun Sarin ist eine wirklich außergewöhnliche Führungskraft“, urteilte der Branchendienst „Total Telecom“ bereits, als Sarin im August 2003 den Job bei Vodafone antrat. Außergewöhnlich ist schon sein Auftreten: Er ist einer der mächtigsten Wirtschaftsbosse der Welt, immer unter Druck, den Terminkalender prall gefüllt. Doch stets wirkt er, als käme er gerade zurück aus einem ausgiebigen Wellness-Urlaub.

Vodafone-Mitarbeiter schwärmen, dass er Fachwissen, Überzeugungskraft und sympathische Ausstrahlung verbinde. Das zeigt er, wenn er bei Präsentationen ein UMTS-Handy aus der Tasche seines Maßanzuges zieht und Videos oder Musikstücke herunterlädt. „Diese Technik wird das Nutzungsverhalten unserer Kunden dramatisch verändern“, prophezeit Sarin dann. Wer ihn dabei beobachtet, der bemerkt, dass er immer lächelt.

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