Volkswagen
Piëch dementiert neue Attacke auf Winterkorn

Der Machtkampf bei Volkswagen geht in die nächste Runde. Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch wollte laut Medienberichten Vorstandschef Winterkorn absetzen – doch der VW-Patriarch lässt das dementieren.
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WolfsburgVerwirrspiel im Machtkampf bei Volkswagen: Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch sagte dem Handelsblatt, er betreibe nicht die Ablösung des Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn. Piëch erklärte am Donnerstag über einen Sprecher: „Herr Winterkorn und ich haben uns vergangene Woche ausgesprochen. Wir haben vereinbart, dass wir weiter zusammenarbeiten werden.“

Zuvor hatten die Deutsche Presse-Agentur sowie der NDR berichtet, Piëch versuche, Vorstandschef Winterkorn noch vor der Hauptversammlung am 5. Mai absetzen zu lassen. Es gebe Versuche, wonach der Beschluss der Aufsichtsratsspitze vom vergangenen Freitag „unterlaufen werden solle“, hieß es bei Personen, die mit der Sache vertraut sind.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur trafen sich am Mittwoch auf Drängen von Piëch die Familien Piëch und Porsche in Stuttgart. Dort soll der 78-jährige Piëch um Unterstützung für seinen Plan geworben haben, Porsche-Chef Matthias Müller oder Skoda-Chef Winfried Vahland als Nachfolger von Winterkorn durchzusetzen.

Am vergangenen Freitag hatte das VW-Aufsichtsratspräsidium bei einem Treffen in Salzburg Vorstandschef Winterkorn gestärkt und angekündigt, dessen bis Ende 2016 laufender Vertrag solle verlängert werden. Das Gremium ist ein zentraler Machtfaktor bei Europas größtem Autobauer. „Das Aufsichtsratspräsidium hat am Freitag eine Erklärung abgegeben, der nichts hinzuzufügen ist“, sagte ein Konzernsprecher am Donnerstag.

Im 20-köpfigen Aufsichtsrat von Volkswagen haben sich zuletzt die zehn Vertreter der Belegschaft für Winterkorn ausgesprochen. Auf Arbeitgeberseite schlugen sich auch die beiden Vertreter des Landes Niedersachsen als Großaktionär auf die Seite Winterkorns. Doch laut NDR gilt es nicht als sicher, dass sich bei einer Einigkeit der Familien Piëch und Porsche sowohl Arbeitnehmer als auch die Landesvertreter tatsächlich noch einer Ablösung Winterkorns widersetzen. Die Familien Porsche und Piëch halten über den Umweg der Porsche SE insgesamt 50,73 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien an Volkswagen.

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Betriebsratschef will an Beschluss von Salzburg festhalten

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  • "Piech dementiert neue Attacke auf Winterkorn"
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    Man wird sogar davon ausgehen können, dass Piech nicht nachtritt.

    Wohl aber haben viele vmtl ein Problem mit der außerordentlichen AR-Sitzung und den Ergbnissen: zu früh positioniert oder zu spät: alle rudern herum und versuchen sich schadlos zu halten - mehr oder minder würdelos indes.

    Umso besser dass Piech das mal klarstellt angesichts des Vermutensdickichts, das mit den veröffentlichten Entscheidungen des AR verbunden zu sein scheint.

  • Piëch vs. Winterkorn
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    Piëch will Winterkorn loswerden.
    Gründe sind der magere Ertrag der Kernmarke VW und das schleppende US-Geschäft.
    Daran gibt er Winterkorn die Schuld.

    Der Betriebsrat sieht das naturgemäß anders.
    Hier soll alles so bleiben wie es ist.
    Piëch hatte damals VW wieder auf die richtige Spur gesetzt. Davon profitiert VW noch heute.
    Jetzt soll es ein anderer wuppen.

  • Pech für Ferdinand Piech dass er nicht, wie Henry Ford 1 oder Senatore Giovanni Agnelli 1 (FIAT) es waren, der alleinige Besitzer von VW ist.
    Er ist im Verbund mit der Porsche Holding, die ca. 51 % von VW besitzt und von der wiederum die Familie Porsche 53% und die gesamte Familie Piech 47% hält, nur ein Minderheitenteilhaber von VW.
    Der Porsche Holding wiederum steht, als Aufsichtsratsvorsitzender, sein Vetter Wolfgang Porsche, vor.
    Und wie man weis besteht zwischen diesen beiden Herren nicht gerade eine Liebesbeziehung.

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