Von Ergo zu den Raiffeisenbanken
Jürgen Klopp wechselt

Der Trainer von Borussia Dortmund, Jürgen Klopp, bleibt der Finanzbranche treu. Künftig wirbt er für die Volks- und Raiffeisenbanken. Zuvor war er für die Ergo-Tochter HMI tätig, ging aber nach dem Sexskandal.
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DüsseldorfDie Volks- und Raiffeisenbanken melden einen Coup. Meistertrainer und Sympathieträger Jürgen Klopp werde ab Sommer dieses Jahres Markenbotschafter der Bankengruppe. Klopp hatte sich im Juni des vergangenen Jahres von dem Versicherer Ergo gelöst. Dort hatte er für die Tochter HMI geworben, die im Zentrum mehrerer Skandale stand, unter anderem einer Lustreise von Vertretern nach Budapest.

Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, sagt dazu: "Wir freuen uns, Jürgen Klopp als neuen Markenbotschafter gewonnen zu haben. Seine offene und authentische Art passt sehr gut zu den Volksbanken und Raiffeisenbanken. Diese stehen wie er für Vertrauen, Partnerschaftlichkeit und ein Begegnen auf Augenhöhe."

Jürgen Klopp sei seit 2005 Mitglied einer Volksbank. Er werde im Jahr der Fußball-Europameisterschaft unter anderem als einer der Protagonisten in den neuen TV-Spots für die Volksbanken und Raiffeisenbanken zu sehen sein. Auf einer Website werde es zusätzlich einen exklusiven Kurzfilm geben, der dem Zuschauer die Gedanken, Gefühlswelten und Antriebe Klopps näher bringt.

Die Versicherungsgruppe Ergo und der Fußballtrainer Jürgen Klopp hatten ihre Zusammenarbeit Anfang Juni 20011 mit sofortiger Wirkung beendet. Der Trainer des deutschen Fußballmeisters Borussia Dortmund stellte damals sämtliche Werbeaktivitäten für den skandalgeschüttelten Versicherer ein. Der Meistertrainer hatte dem Handelsblatt zuvor gesagt, er lasse seinen Vertrag mit Ergo ruhen, bis die Versicherung ihren Sex-Skandal komplett aufgeklärt habe.

Wie zuvor bekannt geworden war, organisierte die zur Ergo gehörige Versicherung Hamburg-Mannheimer (HMI) im Juni 2007 für Vertreter und Führungskräfte eine Sex-Orgie in Budapest. Klopp ließ daraufhin mitteilen, er werde keine Vorträge mehr für HMI halten, solange nicht klar sei, ob sich die Firma von allen Beteiligten an dieser Reise getrennt habe. Doch diese Garantie konnte Ergo nicht geben - und Klopp zog die Konsequenzen.

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