Vorstand Hurd ebenfalls in der Kritik
HP-Aufseherin Dunn vorzeitig zurückgetreten

Die Hewlett-Packard-Verwaltungsratsvorsitzende Patricia Dunn ist am Freitag mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Der Rückzug war zwar geplant aber nicht in dieser Eile. Doch auch der vorgesehene Nachfolger für Dunn ist schon ins Kreuzfeuer der Kritik geraten.

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ap PALO ALTO/USA. Der Schritt erfolgte inmitten einer Spitzelaffäre in dem amerikanischen Unternehmen, wie am Firmensitz Palo Alto mitgeteilt wurde. Der Vorstandsvorsitzende Mark Hurd nannte in einer ersten öffentlichen Stellungnahme die von Dunn genehmigte Aktion zum Aufspüren so genannter undichter Stellen als sehr beunruhigend und entschuldigte sich bei Journalisten und anderen betroffenen Personen. HP hatte vorher mitgeteilt, Dunn werde am 18. Januar zurücktreten.

Wie der ebenfalls in die Kritik geratene Firmen-Chef Mark Hurd erklärte, wird er den Vorsitz des Direktoriums übernehmen. „Wir glauben, dass es angesichts der Ablenkung, die Patricia Dunn in unserem Gremium weiterhin schafft, im besten Interesse des Konzerns ist, wenn sie jetzt zurücktritt“, hieß es in einer HP-Erklärung.

Dunn hatte Anfang 2005 Detektive damit beauftragt, ein „Leck“ im Führungsgremium zu finden. Immer wieder waren Informationen über interne Beratungen des Direktoriums an die Öffentlichkeit geraten. HP räumte vor einigen Wochen ein, dass die Detektive bei ihren Ermittlungen eine falsche Identität vorgespiegelt hatten, um an Telefondaten von Mitarbeitern und Journalisten zu kommen. Als Informant der Medien wurde Direktor George Keyworth enttarnt. Er ist mittlerweile zurückgetreten.

Konzern-Chef Hurd und weitere Mitarbeiter sollen nun vor dem Unterausschuss für Energie- und Handelsfragen des Repräsentantenhauses aussagen. Neben der Justiz ermittelt auch die US-Börsenaufsicht SEC.

Zuvor hatte eine US-Zeitung darüber berichtet, dass der HP-Chef Hurd selbst in den Skandal um Firmeninterna, die wiederholt an die Öffentlichkeit gelangten, verwickelt sei.

Kaliforniens Generalstaatsanwalt Bill Lockyer sagte am Freitag dem US-Fernsehsender CNBC, dass er bisher keine Beweise dafür habe, dass Hurd in kriminelle Handlungen verwickelt sei. Allerdings seien die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen.

Die „Washington Post“ hatte am Donnerstag von einer E-Mail eines Firmenanwalts an HP-Direktoriumsvorsitzende Patricia Dunn berichtet, in der Hurd erstmals direkt mit der Affäre in Verbindung gebracht werde. Dunn hatte Anfang 2005 Detektive damit beauftragt, ein „Leck“ im Führungsgremium zu finden. Immer wieder waren Informationen über interne Beratungen des Direktoriums an die Öffentlichkeit geraten.

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