Vorstandschef der Bank of America
Ken Lewis: Der kühle Universalbanker

Der Vorstandschef der Bank of America, Ken Lewis, wird auch bei dem neuen Bankriesen das Sagen haben.

HB FRANKFURT/M. Den Drang an die Spitze verspürte Kenneth („Ken“) Lewis schon früh. Schon als er 1969 als Kreditanalyst bei der North Carolina National Bank in Charlotte einstieg, war er wild entschlossen, deren Präsident zu werden, vertraute der Chef der Bank of America einmal einem US-Magazin an. Ob es stimmt oder nur gut erfunden ist – jedenfalls schaffte es der heute 56-Jährige ganz nach oben.

Zu den Besonderheiten seiner Vita zählt, dass er sein ganzes Berufsleben bei einer Bank blieb. Denn die North Carolina National Bank ist ein Vorläufer der NationsBank, die 1998 mit der Bank of America fusionierte und deren Namen behielt. Seit April 2001 steht der in Meridian, Mississippi, geborene Lewis an der Spitze der Bank. Bis dahin war der sachlich und unprätentiös daherkommende Banker in der auf schillernde Wall-Street-Größen fokussierten US-Finanzszene ein unbeschriebenes Blatt. Unter seiner Ägide brummt das Geschäft wie nie: Für das dritte Quartal 2003 meldete die Bank kürzlich einen Rekordgewinn von fast drei Milliarden Dollar.

Lewis ist ein bekennender Anhänger des Universalbank-Prinzips. Von der Spezialisierung auf einzelne Bereiche, wie sie deutschen Banken gelegentlich empfohlen wird, hält er ebenso wenig wie von reinen Investmentbanken. So passt es ins Bild, dass er sich mit Fleet Boston eine Bank mit Schwerpunkt im Privatkundengeschäft geangelt hat.

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