Vorstandsvergütung 2013: Dax-Chefs stoßen an Gehaltsgrenze

Vorstandsvergütung 2013
Dax-Chefs stoßen an Gehaltsgrenze

Zwar haben noch nicht alle Dax-Konzerne ihre Vergütungsberichte vorgelegt. Doch eine Zwischenbilanz zeigt: Nur wenige Chefs von Dax-Konzernen können sich über deutliche Gehaltssprünge für das vergangene Jahr freuen.
  • 0

DüsseldorfKarl-Ludwig Kley ist ein Ausreißer. Der Chef des Chemie- und Pharmakonzerns Merck kann sich für 2013 über ein sattes Gehaltsplus von 32 Prozent freuen – nach einem deutliche Gewinnanstieg des Unternehmens. Damit sticht er alle Dax-Chefs aus, deren Gehälter bislang für 2013 veröffentlicht worden sind.

Der 62-Jährige verdiente im vergangenen Jahr 7,3 Millionen Euro und profitierte unter anderem von einer Einmalzahlung. Das Gehalt könnte auch nach Bekanntgabe aller Gehälter der Dax-Konzernchefs für einen Platz unter den ersten fünf der 30 Konzernlenker reichen, wenn man das Jahr 2012 als Vergleichsmaßstab nimmt. Der durchschnittliche Dax-Chef verdiente 2012 noch fünf Millionen Euro.

Bislang hat ein Dutzend der 30 Dax-Konzerne ihre Geschäftsberichte und damit auch die Gehälter für 2013 offengelegt. „Auf Basis der bislang veröffentlichten Vergütungsdaten sehen wir bei einer grundsätzlich positiven Geschäftsentwicklung tendenziell konstante und sogar sinkende Vergütungen bei den Vorstandsvorsitzenden“, so Michael Karmarsch von der Vergütungsberatung HKP.

So steht bei den Vorstandschefs von BASF, Bayer und dem Ende 2013 ausgeschiedenen Telekom-Chef René Obermann ein Minus von jeweils fünf Prozent – trotz teilweise deutlich gestiegenem Gewinn pro Aktie. In zwei Wochen liegen dann alle Gehälter für einen vollständigen Jahresvergleich vor.

Ein Interview mit Merck-Chef Karl-Ludwig Kley, das am 21. Februar im Handelsblatt erschien, finden Sie im Kaufhaus der Weltwirtschaft unter www.kaufhaus.handelsblatt.com.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

Kommentare zu " Vorstandsvergütung 2013: Dax-Chefs stoßen an Gehaltsgrenze"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%