Vorwurf der "bewußten Falschdarstellung" gegen Anklagebehörde Ackermann-Verteidiger legen Dienstaufsichtsbeschwerden ein

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Staatsanwalt Dirk Negenborn warf Kempf seinerseits Rechtsbeugung vor. Er bezeichnete Kempfs Antrag als Pamphlet. Die Staatsanwaltschaft behalte sich weitere Schritte vor. Für den Nachmittag kündigte die Staatsanwaltschaft weitere Beweisanträge an, nachdem sie bereits in der vergangenen Woche sieben Beweisanträge gestellt hatte, um eine drohende Niederlage in dem Verfahren doch noch abzuwenden.

Das Gericht hatte in einer Zwischenbilanz des Verfahrens erklärt, es sehe den von der Staatsanwalt erhobenen Vorwurf der Untreue bislang als nicht erhärtet an. Vertreter der Angeklagten hatten daraufhin mit einem Freispruch noch vor der Sommerpause gerechnet. Angesichts der neuen Beweisanträge und des Schlagabtauschs zwischen Anklage und Verteidigung könnte sich das Verfahren aber auch über die Sommerpause hinaus hinziehen. Richterin Brigitte Koppenhöfer erläuterte am Mittwoch bereits vorsorgliche Planungen für eine 30-tägige Sitzungspause ab der letzten August-Woche.

Wegen der bei der über 180 Mrd. Euro teuren Firmenübernahme vor vier Jahren geflossenen Entschädigungen in Millionenhöhe verhandelt das Landgericht gegen sechs Manager. Neben Ackermann und Ex-Mannesmann-Chef Klaus Esser ist auch der frühere IG-Metall-Chef Klaus Zwickel wegen schwerer Untreue oder Beihilfe zur Untreue angeklagt. Allein Esser hatte nach der Übernahme von Mannesmann gut 30 Mill. Euro erhalten.

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