Vorwurf der "bewußten Falschdarstellung" gegen Anklagebehörde
Ackermann-Verteidiger legen Dienstaufsichtsbeschwerden ein

Seit 15 Wochen läuft der Mannesmann-Prozess: Nun gegen die Verteidiger von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann mit Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die Staatsanwälte vor. Die Anklage sprach von Polemik und erklärte, sie behalte sich Schritte gegen die Ackermann-Anwälte vor.

HB DÜSSELDORF. "Das Vorgehen der Staatsanwaltschaft steht in krassem Gegensatz zu den Grundregeln eines fairen Verfahrens", heißt es in einem Schreiben der Anwälte Eberhard Kempf und Klaus Volk an NRW-Justizminister Wolfgang Gerhards, das die Anwälte am Mittwoch zeitgleich dem Düsseldorfer Landgericht und dem Ministerium vorlegten. Die Anklage habe "nicht nur durch eine üble Nachrede das Ansehen unseres Mandaten herabgewürdigt und seine Persönlichkeitsrechte verletzt, sondern ihn wahrheitswidrig der Straftat bezichtigt, als Vorsitzender der Hauptversammlung der Mannesmann AG die Aktionäre falsch informiert zu haben". Dadurch würden Ackermann und die Deutsche Bank in ihrem Ansehen beschädigt.

Die Staatsanwaltschaft hatte in einem Beweisantrag die Verlesung des Protokolls der Mannesmann-Hauptversammlung aus dem Juni 2000 und die Vorladung von Aktionärsvertretern verlangt, um ihren Vorwurf zu untermauern, Ackermann habe die Aktionäre falsch über die Finanzierung der bei der Mannesmann-Übernahme durch Vodafone geflossenen Millionen-Prämien informiert.

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