VW-Affäre
Barros von Untreuevorwürfen freigesprochen

Die Brasilianerin Adriana Barros ist im Zuge der VW-Affäre vom Untreuevorwurf freigesprochen worden. Die Anklage hatte ihr vorgeworfen, das Unternehmen mit Scheinrechnungen geschädigt zu haben.
  • 2

WolfsburgDie Brasilianerin Adriana Barros ist im Zusammenhang mit der VW-Affäre vom Vorwurf der Untreue freigesprochen worden. Das Amtsgericht Wolfsburg folgte am Mittwoch mit seinem Urteil dem Antrag der Verteidigung. Die 47-Jährige war wegen Beihilfe zur Untreue angeklagt. Sie hatte die Vorwürfe stets bestritten.

Die Anklage hatte Barros vorgeworfen, zusammen mit ihrem Ex-Geliebten, dem früheren VW-Betriebsratschef Klaus Volkert, Volkswagen mit Scheinrechnungen und Privatreisen auf Spesen um mehrere Hunderttausend Euro geschädigt zu haben. Der Staatsanwalt forderte ein Jahr Haft auf Bewährung.

Volkert und die Fernsehjournalistin Barros waren von 1998 bis 2005 ein Liebespaar, bis die VW-Affäre um Spesenbetrug und Sexreisen aufflog. Volkert hatte damals die Beziehung per E-Mail beendet.

Vor Gericht hatten sich die beiden zum ersten Mal wiedergesehen. Volkert hatte in seiner Aussage die Version seiner früheren Geliebten gestützt. Der Vorsitzende Richter äußerte daraufhin „ernsthafte Zweifel“ an einer Verurteilung.

Der Skandal um Volkert hatte den VW-Konzern 2005 erschüttert. Volkert musste als einziger der Täter in Haft. Der 69-Jährige ist aber inzwischen wieder frei. Er war wegen Beihilfe und Anstiftung zur Untreue zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden und saß davon 22 Monate ab.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " VW-Affäre: Barros von Untreuevorwürfen freigesprochen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Frau Barros wurde von VW bezahlt und hat an Dr Volkert
    geliefert - daran kann kein Zweifel bestehen. Ob man dafuer
    ins Gefaengnis muss hat das Gericht jetzt verneint.
    Ende der Diskussion.

  • Sie konnte ja kaum wissen, dass ein einflussreicher VW-Funktionär, immerhin ein Dr. Volkert (soviel Zit muss sein, den Dr. Titel von der UNI Braunschweig zu nennen), die Zuweisungen illegal erworben hatte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%