VW-Affäre kommt vor den BGH
Volkert und Gebauer gehen in Revision

Drei Jahre nach Bekanntwerden der VW-Affäre muss sich nun das zweithöchste deutsche Gericht mit dem Kriminalfall befassen: Der frühere VW-Betriebsratschef Klaus Volkert hat wie angekündigt Revision gegen seine Verurteilung zu zwei Jahren und neun Monaten Haft durch das Landgericht Braunschweig eingelegt. Damit muss der Bundesgerichtshof das Urteil überprüfen.

ap BRAUNSCHWEIG. Das Gericht hatte Volkert wegen Beihilfe und Anstiftung zur Untreue schuldig gesprochen, weil VW auf seinen Druck rund 400 000 Euro für seine Exfreundin in Brasilien locker machte. Außerdem kassierte Volkert rund zwei Mill. Euro Sonderbonuszahlungen an der regulären Buchhaltung vorbei.

Wie das Landgericht Braunschweig am Dienstag weiter mitteilte, geht auch der mitangeklagte Ex-Personalmanager Klaus Gebauer-Joachim in Revision. Er war wegen Untreue zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft will das Urteil gegen Volkert ebenfalls vom Bundesgerichtshof überprüfen lassen, nicht aber das Urteil gegen Gebauer.

Bis der Fall tatsächlich beim zuständigen BGH-Senat in Leipzig landet, werden noch Monate vergehen: Das Landgericht hat bis Ende April Zeit mit der schriftlichen Urteilsbegründung, danach haben die Verteidiger noch einen Monat zur schriftlichen Erwiderung. So könnte der BGH erst im Sommer mit der Prüfung beginnen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%