VW-Affäre
Volkert und Adriana sehen sich vor Gericht wieder

Nach sieben Jahren begegnet die Brasilianerin Adriana Barros ihrem einstigen Geliebten wieder - dem ehemaligen VW-Betriebsratschef Klaus Volkert. Sie ist wegen Beihilfe zur Untreue angeklagt. Volkert sagt aus.
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WolfsburgOb sie nervös ist, aufgeregt oder nur gespannt ist auf die Wiederbegegnung mit dem früheren Geliebten nach sieben Jahren - Adriana Barros zeigt es nicht an diesem Dienstagmorgen im Wolfsburger Amtsgericht. Der ehemalige VW-Betriebsratschef Klaus Volkert nickt ihr mit einem kurzen freundlichen Lächeln zu, als er den nüchternen Saal betritt - sonst nichts.

Mit unbewegter Mine verfolgt die 47-jährige Brasilianerin die Aussagen ihres früheren Liebhabers, unverwandt schaut sie ihn an, angestrengt sieht sie aus. Erst ganz zum Schluss lächelt sie ein klein wenig, wirkt etwas gelöster. Für ihren Verteidiger ist die Sache klar: Andere Verfahren würden nach einer solchen Aussage eingestellt, sagt er.

So eindeutig scheint das für den Richter nicht zu sein. Aber immerhin deutet er am Nachmittag überraschend einen Freispruch in dem wichtigsten Komplex der Anklage an: Er habe „ernsthafte Zweifel“, dass eine Beihilfe zur Untreue am Ende zu beweisen sein wird, sagt Holger Kuhlmann.

Die brasilianische Journalistin kämpft um ihren guten Ruf, um die Ehre. Denn auch in ihrem Heimatland wurde die Affäre bekannt, niemand wollte mehr mit ihr zusammenarbeiten. Die Anklage wirft ihr vor, im Zuge der VW-Affäre Millionen von dem Autobauer ohne Gegenleistung kassiert zu haben und sie habe gewusst, dass sie keinen Anspruch auf dieses Geld und auf hohe Reisekostenerstattung hatte. Barros weist das zurück und hat auch einen Strafbefehl nicht akzeptiert. Sie will die Rehabilitation.

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Eine Tonvase als Vertrag

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  • das muss heissen: Dr. Volkert. Soviel Zeit muss sein! Der Titel Dr. h.c. wurde von der Uni Braunschweig verliehen.

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