VW-Porsche-Konzern: Huber, der neue Machtfaktor

VW-Porsche-Konzern
Huber, der neue Machtfaktor

IG-Metall-Chef Berthold Huber zieht nicht nur in den Aufsichtsrat von Porsche ein, sondern auch von Volkswagen.

FRANKFURT. Olympiahalle, München. Erste Reihe, fünfter Stuhl von rechts. Berthold Huber ist kein Mann, der sich in den Vordergrund drängt. Bescheiden begnügt sich der IG-Metall-Chef auf dem Podium der Siemens-Hauptversammlung mit einem Platz am Rande.

Doch der stille Reformer wird sich in nächster Zeit an deutlich prominentere Plätze auf den Aktionärstreffen gewöhnen müssen. Denn der bald 58-Jährige ist seit gestern nicht nur stellvertretender Aufsichtsratschef von Deutschlands größtem Industriekonzern. Der stille Huber, der in enger Abstimmung mit Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme an der Aufklärung des Schmiergeldskandals gearbeitet hat, dringt auch im sich neu formierenden VW-Porsche-Konzern auf deutlich mehr Einfluss.

Nach Informationen aus Unternehmenskreisen plant Huber, der in den Aufsichtsrat von Porsche einzieht, dieses Jahr auch in das Kontrollgremium von Volkswagen einzurücken und dort seinen Vorgänger Jürgen Peters abzulösen. Im Gegenzug wird Huber aus dem Aufsichtsrat von Audi ausscheiden, wo er derzeit noch stellvertretender Aufsichtsratschef ist, heißt es.

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