Management
VW wechselt Führung für schwieriges China-Geschäft aus

Nach dem Einbruch im China-Geschäft wechselt der VW-Konzern für den rasant wachsenden Markt die Führung aus. Verantwortlicher für China wird ab dem 1. Juli der Vize-Chef von Skoda, Winfried Vahland (48).

dpa WOLFSBURG. Nach dem Einbruch im China-Geschäft wechselt der VW-Konzern für den rasant wachsenden Markt die Führung aus. Verantwortlicher für China wird ab dem 1. Juli der Vize-Chef von Skoda, Winfried Vahland (48).

Das sagte ein VW-Sprecher in Wolfsburg und bestätigte damit einen Bericht des „Spiegel“. Vahland löst Vorstandsmitglied Folker Weißgerber (64) ab, der aus dem Unternehmen ausscheidet. Der bisherige China-Chef Bernd Leißner gehe in den Ruhestand. VW ist seit Jahren Marktführer in China, hat jetzt aber schwer gegen die wachsende Konkurrenz zu kämpfen.

Vahland wird direkt an VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder berichten. In den Konzern-Vorstand wird Vahland aber nicht aufrücken. Bei VW sank 2004 das operative Ergebnis der chinesischen Gesellschaften von 561 auf 222 Mill. Euro. Die Verkäufe in China brachen im ersten Quartal 2005 dem Magazin zufolge trotz des weiter wachsenden Marktes um 28 Prozent ein, nachdem sie bereits im vergangenen Jahr rückläufig waren.

Die Investmentbank Goldman Sachs geht nach dem Bericht des „Spiegel“ davon aus, dass der VW-Konzern in diesem Jahr im China- Geschäft einen hohen Verlust verbuchen wird. Die Investmentbanker rechnen mit einem Minus in Höhe von mehr als 400 Mill. Euro.

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