„Wall Street Journal“ kürt Top-Managerinnen
Die mächtigste Frau heißt Melinda Gates

Melinda Gates ist die mächtigste Managerin der Welt - zumindest nach Meinung des "Wall Street Journals". Die Wirtschafts- und Finanzzeitung kürt in jedem Jahr die einflussreichsten Frauen der US-Wirtschaft.

DÜSSELDORF. Deutsche Vertreterinnen sind nicht unter den ersten 50 zu finden. Immerhin aber haben es zwei in die Zusatzliste "Zehn Frauen in Europa, die man beobachten sollte" geschafft: zum einen Bertelsmann-Grande Dame Liz Mohn, zum anderen Dagmar Kollmann, die Deutschland- und Österreich-Chefin von Morgan Stanley.

Melinda Gates, die 42-jährige Mitbegründerin der Gates-Stiftung und Ehefrau von Microsoft-Gründer Bill Gates, gibt die Leitlinien vor, nach denen die 25-Milliarden-Euro schwere Stiftung ihr Geld verteilt. Derzeit liegt der Schwerpunkt bei der Bekämpfung von Krankheiten wie Aids, Tuberkulose und Malaria, aber auch bei Bildungsmaßnahmen für Obdachlose. Schlagzeilen machte die Stiftung kürzlich, als Investment-Guru Warren Buffett verkündete, er werde 30 Milliarden Dollar seines Vermögens in die Hände der Gates? geben. Melinda Gates sei ein Symbol für den Aufstieg von Frauen im Bereich der Non-Profit-Unternehmen und der öffentlichen Institutionen, schreibt das "Wall Street Journal". Weitere Beispiele seien EU-Kommissarin Neelie Kroes auf Platz sechs und Linda Chatham Thomsen, Direktorin bei der US-Wertpapieraufsicht SEC, auf Rang 17.

Und noch einen Wandel machen die Juroren aus: Die Aufsteigerinnen sind nicht mehr nur in Branchen mit einem hohen Anteil Kundinnen zu finden wie Handel oder Konsumgüter - das Spektrum reicht jetzt erheblich weiter.

Dieser Wandel spiegelt sich auf den ersten Plätzen nur bedingt wider: Hinter Gates finden sich Indra Nooyi, Chefin von Pepsico, Irene Rosenfeld, CEO bei Kraft, und Patricia Woerts, Lenkerin des Agrarriesen Archer-Daniels-Midland.

Immerhin aber: Auf Rang sieben liegt mit Lucent-CEO und-Chairman Patricia Russo eine Vertreterin der IT-Branche, mit der Vorstandsvorsitzenden der Londoner Börse, Clara Furse, folgt eine Managerin der Finanzszene, danach folgen Xerox-CEO Anne Mulcahy und Ebay-Vorzeigefrau Meg Whitman.

Thomas Knüwer
Thomas Knüwer
Handelsblatt / Reporter
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