Walter Bau-AG: Großes Nachspiel

Walter Bau-AG
Großes Nachspiel

Leser staunten gestern bei der Lektüre der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ nicht schlecht. Ihnen fiel eine teure, vierseitige Anzeige entgegen mit der Überschrift: „Hintergründe zur Insolvenz der Walter Bau-AG“.

STUTTGART. Da wird aus Sicht ehemaliger Aufsichtsräte, Beiräte, Vorstände und Betriebsräte der Firmen Walter Bau, Heilit + Woerner und Dywidag die Entwicklung und der Niedergang des Walter-Bau-Konzens nachgezeichnet.

Um welche Personen es sich dabei genau handelt, wird nicht gesagt, auch nicht, ob Ignaz Walter hinter der ungewöhnlichen Aktion steckt. Unterzeichnet ist die Anzeige vom Friedberger Anwalt Hans Ulrich Großeschmidt. Die Kanzlei gab am Mittwoch keine Auskunft darüber, ob sie im Auftrag von Ignaz Walter handelt.

In der Branche wurde in den vergangenen Wochen immer wieder kolportiert, dass der Bauunternehmer daran arbeite, seine Sicht der Dinge zu schildern und das Bild in der Öffentlichkeit zu seinen Gunsten zurechtzurücken. „Das sieht nach einer Rechtfertigungsveranstaltung von Herrn Walter aus“, sagte Werner Schneider, Insolvenzverwalter der Walter Bau-AG, dem Handelsblatt.

In der Tat wird der Werdegang detailliert vom Aufbau der Gruppe bis zur Insolvenz der Walter Bau-AG im Februar 2005 nachgezeichnet. Im Tenor lautet die These: Bis Ignaz Walter im Juli 1996 aus dem Vorstand des Unternehmens ausschied, war alles in bester Ordnung. Schuld an der Misere sei zum einen das Management, dem Walter nach seinem Abgang totale Freiheit gelassen habe.

Zum anderen wird den Banken die maßgebliche Verantwortung zugeschoben. „Mit den notwendigen Bürgschaften und dem Wohlwollen der Banken hätte die Walter Bau aus eigener Kraft überleben können.“ Walter Bau sei ab Mitte 2000 „Stück für Stück fast jede Chance zum Erfolg“ genommen worden.

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