Warenhaus
Ein Ruheständler soll Karstadt flott machen

Erst nur Gerüchte, jetzt Gewissheit. Der einstige Woolworth-Manager Andrew Jennings ist zum neuen Chef des Warenhauskonzerns Karstadt ernannt worden. Für Jennings endet eine vergleichsweise ruhige Zeit - seit Ende vergangenen Jahres war er im Ruhestand.
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HB ESSEN. Der ehemalige Woolworth-Manager Andrew Jennings soll den Warenhauskonzern Karstadt nach dem Abschluss seiner Sanierung nachhaltig profitabel machen. Der Aufsichtsrat der Warenhauskette, die nur knapp der Insolvenz entkommen war, bestellte den gebürtigen Briten am Dienstag zum Karstadt-Chef. Jennings soll sein Amt zum 1. Januar 2011 übernehmen.

Der derzeitige Karstadt-Chef, der Restrukturierungsexperte Thomas Fox, bleibt dem Konzern aber trotz der Berufung eines Nachfolgers treu: Er solle „vorübergehend“ im Unternehmen bleiben, um einen geordneten Übergang sicher zu stellen, teilte Karstadt weiter mit. Fox hatte Karstadt durch die Insolvenz geführt und die Übernahme des Traditionskonzerns durch den Milliardär Nicolas Berggruen begleitet.

Karstadt habe im abgelaufenen Geschäftsjahr (per Ende September 2010) ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 93 Millionen Euro geschrieben und damit besser als erwartet abgeschnitten, hatte Fox Mitte November gesagt. Zwischen Juli und September habe es beim Umsatz flächenbereinigt ein Plus von 7,4 Prozent binnen Jahresfrist gegeben. Der wichtigste Wettbewerber, die Metro- Tochter Kaufhof, hatte ein Plus von rund vier Prozent eingefahren.

Karstadt-Aufsichtsratschef Alain Caparros nannte Jennings, der bislang noch nicht im von erbittertem Wettbewerb geprägten deutschen Markt tätig war, einen „international renommierten und erfahrenen Warenhaus-Manager“. Jennings hatte unter anderem für Harrods und House of Fraser in London und Saks Fith Avenue in den USA gearbeitet. Zuletzt war er an der Restrukturierung von Woolworth in Südafrika beteiligt.

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