Wartungsunfall
Platzer mit Folgen

Hausbesitzer wollten von einer Heizungsfirma nach einem Wartungsunfall eine Entschädigung haben. Daraus wurde ein Streit, der vor Gericht landete. Die Richter folgten dem Ansinnen der Hausbesitzer ganz und gar - mehr, als ihnen lieb war.

In einem Einfamilienhaus wollten Monteure im August 2006 mit einem Industriestaubsauger Ruß aus dem Heizkessel entfernen. Als beim Absaugen der Beutel des Geräts platzte, verteilten sich giftige Partikel im ganzen Haus, weil Türen und Fenster zum Lüften geöffnet waren. Aus Gesundheitsgründen musste der Hausrat von einer Spezialfirma gereinigt oder entsorgt werden.

Die Hausbesitzer bezifferten den Schaden auf 31 000 Euro und verlangten von der Heizungsfirma Erstattung. Die stritt jegliche Schuld ab und wollte nicht zahlen. Daraufhin klagten die Geschädigten; um Anwaltskosten zu sparen, nur auf ein Drittel der Schadenssumme - mit Erfolg. Das Landgericht Bonn verurteilte den Heizungsbauer zu 10 000 Euro Schadensersatz. Die restlichen 21 000 Euro müssten die Eigenheimer notfalls separat einklagen, so die Richter (4 O 179/06).

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