Wartungsvertrag
Vor-Ort-Service für Software kostet extra

Funktioniert die neue Unternehmenssoftware nicht gleich auf Anhieb, sollten betroffene Kunden zunächst erst einmal im Wartungsvertrag nachlesen, was zu tun ist. Das schont nicht nur die Nerven, sondern spart auch Geld.

crz GARMISCH. Steht in dem Software-Wartungsvertrag nämlich drin, dass die Wartungsleistungen grundsätzlich online via ISDN-Leitung erbracht werden, muss der Kunde den zusätzlichen Kostenaufwand für einen später unnötigerweise gewünschten Vor-Ort-Service gesondert zahlen. Das hat das Landgericht (LG) Cottbus entschieden.

Der Fall betraf ein Notariat, das mit einer neu installierten Software nicht zurechtkam und deshalb gegenüber dem Software-Unternehmen darauf bestand, die noch zu erledigenden Arbeiten vor Ort im Büro auszuführen. Nach dem Inhalt des Vertrages war eine Wartung vor Ort durch das Software-Unternehmen allerdings nur vereinbart, falls die entsprechenden Arbeiten nicht durch eine Fernwartung über das Internet hätten ausgeführt werden können. Da dies aber der Fall war, stellte das Unternehmen dem Notariat 1 640 Euro in Rechnung. Außerdem verlangte das Softwarehaus insgesamt 4 500 Euro für zusätzliche Trainingsmaßnahmen.

Auch das zu Recht, entschied das Gericht. Eine Software-Firma könne eine zusätzliche Vergütung stets verlangen, wenn die Stundenzahl für ein mitgeleastes Training zwecks Einführung in ein neues Programm deutlich überschritten werde. Dies gilt laut Urteil jedenfalls dann, wenn der Stundensatz für ein Training sowie Reisekosten und Spesen von den Parteien in dem Vertrag ausdrücklich aufgenommen worden sind.

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