Wechsel an der Spitze
Firmenerbe lenkt Ritter Sport

Der Schokolade-Hersteller Ritter Sport hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem langjährigen Geschäftsführer Olaf Blank, 54, getrennt. Umgehend hat deshalb Alfred Theodor Ritter, der 52-jährige Enkel des Firmengründers, den Chefsessel im Familienunternehmen aus Waldenbuch bei Stuttgart übernommen.

DÜSSELDORF. Über die Gründe des Wechsels an der Firmenspitze wurde nur so weit etwas bekannt, dass es „unterschiedliche unternehmerische Auffassungen“ gegeben habe, die letztendlich zur Trennung führten. Für Branchenbeobachter kommt dieser Schritt vollkommen überraschend, wird doch ein Großteil des Erfolges in den vergangenen Jahren dem seit 2000 amtierenden Süßwaren-Manager Blank zugeschrieben.

Ritter Sport legte unter seiner Führung ein kompromissloses Bekenntnis zur Marke ab. Im Geschäft mit den Discountern schloss Blank die Herstellung von No-Name-Produkten definitiv aus. „Wir wollen nicht an den Preisen rumspielen und die Margen kaputtmachen“, betonte er immer wieder. Alle neuen Produkte, wie auch die zuletzt auf den Markt gebrachten „Ritter Sport Schokowürfel“, folgten der Unternehmensmaxime „Quadratisch, praktisch, gut“.

Blanks Nachfolger, der den Vornamen des Firmengründers Alfred Ritter trägt, ist seit zwanzig Jahren im Beirat des Familienunternehmens tätig, den er im Wechsel mit seiner Schwester Marli leitet. Nach Abschluss eines Studiums der Psychologie arbeitete Ritter in den 80er-Jahren zunächst als Therapeut.

Als Unternehmer feierte der neue Chef mit der von ihm gegründeten Firma Paradigma erste Erfolge als Anbieter ökologischer Heizsysteme. Dafür erhielt er die 1997 sogar die Auszeichnung „Ökomanager des Jahres“.

Bei Ritter Sport kümmerte er sich bisher vor allem um die Ökobilanzen und initiierte auf dem Firmengelände den Bau eines umweltschonenden Heizkraftwerks.

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