Wechsel
Celesio-Vorstand Meister geht zu Haniel

Celesio verliert seinen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden: Stefan Meister wechselt Anfang 2010 zu Celesios Mutterkonzern Haniel. Der 43-Jährige wird in den Vorstand des Duisburger Mischkonzerns einziehen. Der Hintergrund könnte sein, dass Meister mit Celesio-Chef Oesterle nicht mehr besonders gut zurechtkam.

HB DÜSSELDORF. Den Stuttgarter Pharmahändler, wo der gebürtige Schweizer seit mehr als zehn Jahren im Vorstand saß, verlässt Meister bereits zum 15. August „im gegenseitigen Einvernehmen“, wie das Unternehmen erklärte. Seit einiger Zeit wird über ein Zerwürfnis mit dem langjährigen Vorstandschef Fritz Oesterle spekuliert.

Bei Haniel soll Meister - wie bei Celesio - für das Personalressort zuständig sein und sich um die Beteiligungen CWS-boco (Hygiene-Dienstleistungen und Berufsbekleidung) und ELG (Händler von Rohstoffen für die Edelstahlindustrie) kümmern. Für die Bereiche war bisher Vorstandschef Eckhard Cordes zuständig, der sich auf die Führung der größten Haniel-Beteiligung Metro konzentrieren will. Als Cordes' Nachfolger ist Meister aber offenbar nicht vorgesehen: „Gleichzeitig setzen wir planmäßig die Suche nach einem Nachfolger für Herrn Dr. Cordes fort“, hieß es in der Mitteilung von Haniel. Dort hatte es zuletzt geheißen, der Konzern sei auf der Suche nach einem vierten Vorstand, der mittelfristig Cordes ablösen solle.

Der ehemalige Daimler-Manager Eckhard Cordes ist auch Aufsichtsratschef von Celesio. Oesterle gehört wiederum dem Vorstand von Haniel an.

Meister war bereits mit 33 Jahren in den Vorstand von Celesio eingezogen und dort bis 2003 Finanzchef. Seither ist er für das Apothekengeschäft verantwortlich. In der Funktion hat er auch die Internet-Apotheke DocMorris übernommen, deren Expansion in den stationären Handel in Deutschland aber von Gerichten gebremst wurde. Seit Oktober 2006 ist er zudem Arbeitsdirektor und stellvertretender Vorstandschef.

Der Mischkonzern Haniel hält 55,8 Prozent an Celesio. Das Familienunternehmen lässt gern Nachwuchsmanager zwischen seinen Töchtern - dazu gehört auch der Büroartikelversender Takkt - rotieren.

Zu vorübergehenden Unstimmigkeiten war es zuletzt zwischen Celesio und dem Großaktionär um eine Übernahme in Brasilien gekommen. Die „Financial Times Deutschland“ berichtete, Meister habe Oesterle vorgeworfen, die Übernahme schlecht vorbereitet zu haben.

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