Wechsel im Top-Management
Citi-Chef zieht seinen Personal-Joker

Charles Prince kämpft um seinen Job. Der Chef der US-Großbank Citi hat jetzt mit einem Wechsel im Top-Management auf die wachsende Kritik an den schlechten Ergebnissen der Bank reagiert.

tor NEW YORK. Prince machte Vikram Pandit zum Chef einer neu geformten Geschäftseinheit aus Investment-Banking, Handelsgeschäft und Alternative Investments. Der 50Jährige rückt damit zugleich in die Pole-Position für die Nachfolge von Prince an der Citi-Spitze.

Der Personalwechsel ist eine direkte Reaktion auf die Finanzkrise des Sommers. Citi hatte vor kurzem einen Gewinneinbruch von 60 Prozent für das dritte Quartal des Geschäftsjahres angekündigt und wird heute seine Ergebnisse vorlegen. Verantwortlich für das schlechte Abschneiden sind unter anderem Wertberichtigungen in Höhe von 2,7 Mrd. Dollar für riskanten Anleiheprodukte und Übernahmefinanzierungen.

Thomas Maheras, der bisherige Co-Chef der Sparte Investment Banking, hat die Bank zusammen mit dem Handelsmanager Randy Barker verlassen. Nach Bear Stearns und Merrill Lynch zieht damit eine weitere Wall-Street-Bank personellen Konsequenzen im Top-Management aus der Kreditkrise.

„Meine Aufgabe ist es, das beste Team zusammenzustellen“, be-gründete Prince den Führungswechsel zu Pandit. Der frühere Morgan-Stanley-Manager war erst im April zur Citi gestoßen als die Bank seinen Hedge-Fonds Old Lane für 800 Mill. Dollar über-nahm. Pandits Aufgabe wird es sein, die Geschäfte im Investmentbanking und in den alternativen Investments stärker miteinander zu verbinden und die Ertragskraft deutlich zu stärken. Gelingt ihm das, würde er kurzfristig den Job von Prince retten und langfristig seinen Anspruch auf dessen Nachfolge untermauern.

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