Wechsel
Union Investment verliert Spitzenmanager

Deutschlands zweitgrößte Publikumsfondsgesellschaft, Union Investment, verzeichnet einen prominenten Abgang. Thomas Meier, Leiter des Bereichs globale Aktien und Manager des 4,8 Mrd. Euro schweren Uniglobal, wechselt als Partner zu Loys nach Oldenburg.

FRANKFURT. „Ich will noch einmal unternehmerisch aktiv sein“, begründet der 34-Jährige seine Entscheidung. Einem Union-Sprecher zufolge übernimmt Olgerd Eichler nach Meiers Weggang kommissarisch die Verwaltung des größten Aktienportfolios des Fondshauses.

Drahtzieher des Wechsels von Meier ist dessen ehemaliger Chef Christoph Bruns. Bis zum Frühjahr 2002 leitete Bruns den Aktienbereich bei Union und war ebenfalls direkt für den Uniglobal verantwortlich. Nach internen Meinungsverschiedenheiten wurde das Arbeitsverhältnis gelöst. Bruns stieg nach einem Ausflug in die USA als Partner in die kleine Oldenburger Firma Loys ein, die genossenschaftlichen Banken Nischenprodukte anbietet und dabei auch Union-Kunden als Zielgruppe betrachtet.

Er brachte den sechs Mill. Euro kleinen Aktienfonds „Loys Global“ auf jetzt 73 Mill. Euro Vermögen. Anfang Februar legte Loys unter dem Dach von SEB einen Einzel-Hedge-Fonds auf, der nach dem gleichen Prinzip anlegt, das heißt konzentriert in wenige als unterbewertet eingestufte Aktien investiert.

„Wir sind ein eingespieltes Team“, sagt der 39-jährige Bruns mit Blick auf seinen neuen Kollegen. „Wir machen das Fondsmanagement zusammen, gerade institutionelle Investoren sehen gerne einen zweiten Mann.“

Unabhängige Beobachter halten Meier für einen fähigen Fondsmanager. „Der Uniglobal ist ein stabiler Fonds, der mit seinen Erträgen nachhaltig die Durchschnittsleistungen der Konkurrenz übertrifft“, urteilt auch Lars Kolbe, Leiter Fondsanalyse bei Feri Rating & Research.

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