Wegen Finanzkrise
Investmentbanker müssen um Jobs bangen

Anshu Jain hat derzeit Grund zur Freude: Er wird neuer Chef der Deutschen Bank. Doch vielen anderen Investmentbankern geht es derzeit gar nicht gut. Wegen der Schuldenkrise müssen sie um ihren Job fürchten.
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Frankfurt/LondonDenn wegen der Euro-Schuldenkrise brechen im wichtigen Kapitalmarktgeschäft die Erträge weg. Besserung ist nicht in Sicht. Zugleich haben die Institute auf der Kostenseite in den vergangenen Monaten die Fixgehälter massiv nach oben geschraubt - als Reaktion auf schärfere Bonusregeln. Die Folge: Die Institute können die Ertragseinbußen nicht wie in der Vergangenheit über sinkende Prämien auffangen, sondern müssen die Kosten direkt radikal kappen. Damit stehen bei den großen Investmentbanken Tausende Jobs auf der Kippe. Die Schweizer UBS hat bereits ein massives Abbauprogramm angekündigt, auch beim Rivalen Credit Suisse werden Einschnitte erwartet.

Auslöser für die milliardenschweren Sparpakete in vielen Häusern rund um den Globus waren die schwachen Geschäfte im zweiten Quartal. Wegen der Schuldenkrise hielten sich viele Investoren an den Märkten zurück, vor allem im wichtigen Anleihehandel, in dem üblicherweise die Hälfte der Einnahmen erzielt werden. Bei UBS und Deutscher Bank sanken die Erträge in dem Segment im Vergleich zum Jahresbeginn um mehr als ein Drittel, bei einigen US-Banken fiel der Rückgang noch stärker aus. „Das zweite Quartal 2011 war eines der schwierigsten für Banken seit Lehman“, sagt Merck-Finck-Experte Konrad Becker mit Blick auf den Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers im September 2008. Der erfolgsverwöhnte Marktführer Goldman Sachs musste im Anleihehandel gar Einbußen von mehr als 60 Prozent hinnehmen. Nun sollen 1000 Stellen wegfallen.

„Die Erträge im Investmentbanking werden wohl auch in künftigen Quartalen unter Druck bleiben“, erwartet Helmut Hipper, Fondsmanager bei Union Investment. „Es gibt ein strukturelles Problem: Aufgrund neuer Regeln haben die Banken Bereiche verkleinert, die stark mit Eigenkapital zu hinterlegen sind, aber viel Gewinn abwerfen.“ Stattdessen wurden oftmals risikoärmere Bereiche ausgebaut, in denen allerdings weniger verdient wird.

Zu Jahresbeginn hatten viele Häuser noch auf Zuwächse gehofft. Mittlerweile sind die Prognosen düsterer: Andreas Thomae, Analyst beim Fondsmanager Deka Investment, rechnet mit einem Gewinnrückgang von zehn Prozent bei den Investmentbanken. „Damit schaut nun jeder genau auf die Kosten.“ Und Personalaufwendungen sind bei Investmentbanken üblicherweise der größte Kostenblock.

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Diesmal müssen sich auch Top-Leute dürchten

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  • Das ist eine der erfreulichsten Nachrichten seit September 2008. Es hat leider 3 Jahre gedauert, bis es auch die Verursacher der Finanzkrise erwischt und sie nicht mehr soviel fremdes Geld zum Verspielen bekommen. Ob diese Typen auch in der Realwirtschaft zu gebrauchen sind? Einer dieser Typen ist gerade noch Chef der Deutschen Bank geworden.
    Ein anderer Typ haut hier im Forum immer noch als „daytrader“ auf den Putz – es klingt eher wie das Pfeifen im Walde. Vielleicht sind auch seine „days for trading“ bald gezählt?

  • Alle die was drauf haben, arbeiten mit fremden Geldern.
    Siehe Ackermänner. So können sie ihre eigene Gelder nicht
    verlieren. Wenn sie unsere Gelder verspielen, dann wollen sie es wieder von uns ersetzt haben. Das sind unsere gute
    Leute!!

  • mit eigenem geld und eigenem risiko zu arbeiten, ist eh besser sein gehalt selbst zu bestimmen, als eine abhängige wurst zu sein.

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