Wegen Terminkollision
Neuer Mannesmann-Prozess kommt später

Die Neuauflage des Mannesmann-Prozesses, bei dem auch Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann auf der Anklagebank sitzt, wird sich wohl verzögern.

HB DÜSSELDORF. Der Prozess werde wegen Terminkollisionen der Verteidiger vermutlich nicht wie zunächst vorgesehen im Juli beginnen, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Landgerichts am Freitag. Ein neuer Starttermin stehe noch nicht fest. Das Gericht hatte vorgeschlagen, den Prozess am 19. Juli zu starten.

Es geht um den Vorwurf der Untreue bei der damals teuersten Unternehmensübernahme der Welt, als der britische Mobilfunkkonzern Vodafone Anfang 2000 für rund 180 Mrd. Euro den Traditionskonzern Mannesmann schluckte. Der Bundesgerichtshof hatte im vergangenen Dezember die Freisprüche des Landgerichts aufgehoben. Der Bundesgerichtshof sieht mit der Ausschüttung von Millionenprämien an Manager durch den Aufsichtsrat "den objektiven Tatbestand der Untreue" erfüllt.

Unter den sechs Angeklagten ist außer Ackermann auch Ex-Mannesmann-Chef Klaus Esser und Ex-IG-Metall-Chef Klaus Zwickel. Esser ist nur wegen Beihilfe zur Untreue angeklagt.

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