Weichenstellung für Nachfolge auf Chefposten
Die DZ-Bank hat ihren zweiten starken Mann gefunden

Der Aufsichtsrat der DZ Bank hat das Vorstandsmitglied Wolfgang Kirsch zum Vize-Chef des genossenschaftlichen Spitzeninstituts ernannt. Der frisch Beförderte darf sich Hoffnungen auf mehr machen.

HB FRANKFURT. Mit der Berufung Kirschs seien die Weichen für die Nachfolge von Ulrich Brixner an der Spitze der DZ Bank gestellt, teilte das Institut am Donnerstag in Frankfurt mit. Brixners Vertrag läuft im Herbst 2006 aus.

Der 50-jährige Kirsch gehört dem DZ-Bank-Vorstand seit April 2002 an und verantwortet unter anderem das Risikomanagement. Brixner selbst hätte Vorstandsmitglied Heinz Hilgert als Vize-Chef favorisiert, sagte eine mit der Situation vertraute Person. „Er hat ihn aber nicht durchsetzen können.“

Die Personalie hat auch Gewicht für den angedachten Zusammenschluss mit dem zweiten verbliebenen Spitzeninstitut, der Düsseldorfer WGZ Bank. Beide Seiten haben sich im Grundsatz für eine Fusion ausgesprochen, Gespräche hierüber waren aber im vergangenen Jahr vor allem an Fragen der Struktur gescheitert.

Das persönliche Verhältnis zwischen Brixner und WGZ-Bank-Chef Werner Böhnke gilt als zerrüttet. In der Vergangenheit war spekuliert worden, Böhnke könnte im Zuge einer Fusion in den Vorstand der DZ Bank einziehen. Offenbar mit Blick hierauf hieß es in der Mitteilung, über eine mögliche Erweiterung des Vorstands habe der Aufsichtsrat der DZ Bank keinen Beschluss gefällt. „Sie ist gegebenenfalls im Zusammenhang mit einer Fusion mit der WGZ Bank relevant.“

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