Weinanbau
Neuer Chef der Winzerelite

Steffen Christmann soll Präsident des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter werden. Und seine Wahl gilt so gut wie sicher. Immerhin ist er der einzige Kandidat für das Amt an der Spitze des elitären Kreises.

HB MAINZ. Sie verstehen sich als die Elite des deutschen Weinbaus, und entsprechend exklusiv ist der Kreis der rund 200 Mitglieder im Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP). Seit 1910 bürgen die VDP-Winzer mit ihrem guten Ruf für die hohe Qualität ihrer Erzeugnisse – und verlangen stolze Preise für ihre Weine.

Nach 17 Jahren an der Spitze des Verbandes gibt nun Michael Prinz zu Salm-Salm sein Amt des VDP-Präsidenten ab. Am Mittwoch, 4. Juli, soll die Mitgliederversammlung Steffen Christmann im baden-württembergischen Staatsweingut Weinsberg zu seinem Nachfolger wählen. Die Wahl gilt als sicher, denn Christmann hat keinen Gegenkandidaten. Außerdem hat sich im vergangenen Herbst das VDP-Präsidium geschlossen für den 42-jährigen Juristen ausgesprochen.

Seine Wahl bedeutet keinen wirklichen Generationswechsel, denn die Modernisierung des einstigen „Old Boys’ Club“ hat schon Prinz Salm vorangetrieben. Unter seiner Führung wandelte sich der VDP von einem Verein – meist adeliger – Gleichgesinnter zu einer professionellen Marketingorganisation, deren Betriebe regelmäßig geprüft werden.

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