Weitere Mitglieder ziehen in die erweiterte Konzernleitung ein
Gentz wird neuer ZFS-Präsident

Finanzchef Manfred Gentz verlässt Daimler-Chrysler. Er soll das Präsidium des Schweizer Großversicherers Zurich Financial Services (ZFS) übernehmen. Damit findet eine lange Suche ihren Abschluss.

HB ZÜRICH. Der Versicherungskonzern Zurich Financial Services hat nach langer Suche die Nachfolge für das Verwaltungsratspräsidium geregelt. Der bisherige Finanzchef des Autokonzerns Daimler-Chrysler, Manfred Gentz, soll auf der Generalversammlung am 19. April 2005 in das Gremium gewählt werden und dann dessen Leitung von Lodewijk van Wachem übernehmen. Zurich kündigte am Mittwoch zudem einen Umbau der erweiterten Konzernleitung (Group Management Board, GMB) an, um strategischen und organisatorischen Änderungen Rechnung zu tragen.

Der 62-jährige Gentz sei, so Zurich, dem Konzern seit 1996 verbunden, als er in den Aufsichtsrat der Zürich Beteiligungs-AG (Deutschland) einzog. Gentz sitzt unter anderem auch im Aufsichtsrat der Deutschen Börse AG.

Der amtierende Verwaltungsratspräsident van Wachem wollte ursprünglich bereits bei der letzten Generalversammlung zurücktreten. Der schon in der Ära des umstrittenen früheren Zurich-Konzernchefs Rolf Hüppi als Verwaltungsrat amtierende Niederländer war damals von Kleinaktionären scharf dafür kritisiert worden, dass er seine Nachfolge in zwei Jahren nicht regeln konnte. Zudem war den Aktionären aufgestoßen, dass eine Reihe von Verwaltungsratsmitgliedern, die bereits unter Hüppi in dem Gremium saßen, zur Wiederwahl vorgeschlagen und schließlich auch wieder gewählt worden waren.

Der frühere Verwaltungsratschef und CEO Hüppi hatte Zurich nach einer letztlich gescheiterten Expansion mit einem Milliardenverlust zurückgelassen und war im Mai 2002 von beiden Posten zurückgetreten. James Schiro, sein Nachfolger als CEO, richtete Zurich wieder auf das Versicherungsgeschäft aus. 2003 schloss das Unternehmen mit einem Gewinn von 2,12 Milliarden Dollar ab nachdem die Beseitigung von Altlasten im Jahr davor noch zu einem Rekordverlust von 3,36 Milliarden Dollar geführt hatte.

Zurich teilte am Mittwoch weiter mit, dass ab 1. Januar 2005 drei neue Mitglieder in die erweiterte Konzernleitung einziehen; Paul Hopkins, President US Personal Business, John Lynch, CEO US Small Business, und Martin South, CEO International Business Division. Vier Führungskräfte scheiden aus dem GMB aus; Gaston Aguirre, CEO Lateinamerika, Hans-Jürg Bernet, CEO Schweiz, Jose Cela, CEO Spanien, und Hanneke Frese, Leiterin Group Capabilities.

Neu besteht das GMB aus den zehn bisherigen Mitgliedern der Konzernleitung (Group Executive Committee, GEC) und acht Geschäftsbereichs- und Funktionsleitern.

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