Wells Fargo
Freche Mail an Bankchef: 10.000 Dollar mehr für jeden

Die US-Bank Wells Fargo soll das Portemonnaie öffnen. Das zumindest fordert ein Mitarbeiter von Bankchef John Stumpf in einer E-Mail. Und setzt alle 200.000 Kollegen in cc. Seine Forderung: 10.000 Dollar mehr für jeden.
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DüsseldorfTyrel Oates ist jetzt berühmt. Der Mitarbeiter der Großbank Wells Fargo in den USA hat eine E-Mail mit der Bitte um eine Gehaltserhöhung an seinen Chef Stumpf gesendet - und an alle 200.000 Bank-Mitarbeiter.

Weil das Unternehmen „wirklich beeindruckende“ Geschäftszahlen aufweise, wie Oates in einem Interview mit Business Insider sagt, könne Stumpf durchaus drei Milliarden Gewinnanteil für die Kollegen springen lassen. Wie kommt er bloß auf so eine Idee?

Bis dato unbekannt, hat Oates in seiner Filiale Unterlassungsklagen von Kunden bearbeitet. In seinem Brief hält er Stumpf vor, dass “angesichts der zunehmenden Aufmerksamkeit für die Ungleichheit der Einkommen in den Vereinigten Staaten“ diese Aktion ein gutes Zeichen sei. Schließlich würde so eine Finanzspritze einen Image-Wandel mit sich ziehen und zeigen, „dass es sehr wohl möglich ist, einen profitablen Konzern zu erhalten, der nicht nur auf seine Kunden und Aktionäre Acht gibt, sondern auch auf seine Angestellten“.

Laut dem Manager Magazin stehe Stumpf mit Bezügen von circa 19 Millionen Dollar an der Spitze der meistverdienenden US-Manager. Aus diesem Grund wundere es Oates, dass die Einkommensverteilung von Wells Fargo nicht besser sei als bei anderen großen Konzernen.

Angst um seinen Job habe Tyrel Oates jetzt nicht. Scheinbar will er in Richtung Computerwissenschaften gehen und seine eigene Firma gründen. Mal abwarten, ob er seinen Mitarbeitern dann etwas vom Gewinn abgibt.

Annika Reinert
Laura Waßermann
Handelsblatt / Freie Mitarbeiterin

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  • Freche Email?
    Frech ist es, nur den Misserfolg mit den Mitarbeitern zu teilen.

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