Weltspitze
Das Personalmanagement in Wachstumsmärkten

Handelsblatt.com bietet Ihnen mit der neuen Serie "Weltspitze - wie Deutsche international Erfolg haben" praktische Hilfe: Jeden Montag präsentiert der internationale Personalberater und Buchautor Sergey Frank eine Kolumne zu dem Thema, wie Unternehmer im Ausland Geld verdienen können. Heute geht es um den Umgang mit Personal in Wachstumsmärkten wie China.
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Die Finanzkrise hat auch die starken neuen Wachstumsmärkte der letzten Jahre nicht verschont. Insbesondere Russland, aber auch China verspürten erhebliche Einbußen wegen der Krise. Deshalb lohnt sich ein näherer Blick auf diese für die deutsche Wirtschaft so wichtigen Märkte, jetzt aber unter etwas geänderten Vorzeichen. Wir wenden uns hier in den nächsten beiden Artikeln speziell China zu und werden dann im Laufe der Serie auch detailiert auf Russland eingehen.

Aufgrund der finanziellen und politischen Mittel der chinesischen Regierung, den Auswirkungen der Krise entgegenzuwirken, scheint Russland in diesem Fall wohl noch stärker als die Volksrepublik wirtschaftlich betroffen. Für beide an Aufschwung gewohnte Märkte stellen jedoch die Folgen der Krise bisher ungewohnte Herausforderungen, insbesondere an das Personalmanagement.

Deshalb lohnt ein dezidierter Blick auf China unter diesem neuen Aspekt, der im Westen, insbesondere in Deutschland vielfach juristisch wie auch operativ durchgeführt worden ist: Personalanpassung und gutes Personalmanagement trotz Abbau. Diese Situation ist bisher in den Wachstumsmärkten, insbesondere auch aufgrund der Zuwachsraten in den letzten Jahren, nahezu eine "Terra Incognita" und daher für die betroffenen Führungskräfte und Personalverantwortlichen - aber auch Mitarbeiter - besonders schwierig.

Teil 1: Herausforderungen durch wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen

In den letzten Jahren hat sich sowohl die russische als auch die chinesische Wirtschaft überdurchschnittlich rasch entwickelt. Insbesondere in China war der Markt in den letzten Jahren äußerst dynamisch. Unternehmen mussten sich ständig an starkes Wachstum anpassen und Strategien weiterentwickeln, um dort konkurrenzfähig zu bleiben. Hinzu kommt, dass China sich nicht mehr bloß als verlängerte Werkbank Europas versteht, sondern lokale Unternehmen zunehmend auch innovativ tätig werden.

Hiermit einhergehend bestand ein stetig wachsender Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Deutsche Unternehmen haben insoweit - auch unter Einschaltung teurer Personalberater - große Anstrengungen auf sich genommen, um Führungs- und Fachkräfte einzustellen, auszubilden und entsprechend an die Unternehmen zu binden.

Die weltweite Wirtschaftskrise hat diesem Aufwärtstrend (jedenfalls vorübergehend) ein rapides Ende gesetzt. Nach den im März vom chinesischen Handelsministerium bekannt gegebenen Zahlen, sank das Volumen ausländischer Direktinvestitionen in den ersten zwei Monaten 2009 um gut 25 %, die Genehmigung von ausländischen Investitionen um fast 40 % Prozent. Ein Rückgang von internationalen Direktinvestitionen um ca. 30 % im Jahr 2009 wurde erwartet. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die chinesische Regierung umfassendere staatliche Eingriffsmöglichkeiten und bessere finanzielle Möglichkeiten als andere Länder hat und daher die rein lokalen Auswirkungen im internationalen Vergleich eher moderat sind. Dies zeigt sich auch an einer zeitlich verschobenen Entwicklung: Insgesamt ist die Krise später in China angekommen und verantwortliche Finanz- und Wirtschaftsplaner sprechen bereits seit März von einem (hoffentlich nachhaltigen) Aufschwung. Entsprechend ließen die im Juli bekannt gegebenen Zahlen positive Entwicklungen erkennen.

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