Weltspitze
Der höfliche Umgang mit dem Blackberry

Handelsblatt Online bietet Ihnen mit der Serie "Weltspitze - wie Deutsche international Erfolg haben" praktische Hilfe: Jeden Montag präsentiert der Internationalisierungsberater und Buchautor Sergey Frank eine Kolumne zu dem Thema, wie Unternehmer im Ausland Geld verdienen können. Heute geht es um „Soft Skills“.
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Im Rahmen unserer Serie „Weltspitze – Wie Deutsche international Erfolg haben“ haben wir immer wieder über „weiche Faktoren“ gesprochen. In unserem auf die Reihe bezogenen Verständnis handelt es sich dabei jedoch weniger um die sogenannten „Soft Skills“, wie sie zum Beispiel oft in Bewerbungsgesprächen mit entscheidend sind. Vielmehr geht es hier um solche – vor allem im internationalen Umfeld – oftmals vernachlässigten oder als selbstverständlich angesehenen Faktoren wie die richtige Verwendung von Visitenkarten, die richtige Kommunikation am (Mobil-)Telefon und das soziale Leben, also Einladungen in Restaurants und die passende Garderobe.

Faktoren wie diese sind nicht das entscheidende Kriterium für einen erfolgreichen Geschäftsabschluss oder ein erfolgreiches Projekt im Ausland, aber ohne sie kann der besagte Erfolg manchmal unwahrscheinlich werden. Es geht also um das Thema des Geschäftsprotokolls, d.h. den Regeln und Normen angemessenen Verhaltens bei Geschäften in bestimmten Kulturen. Aus diesem Grund werden wir das Thema der „weichen Faktoren“ in den nächsten zwei Teilen näher betrachten.

Sicher sind in dieser Hinsicht die meisten Geschäftsleute bereits äußerst erfahren. Doch es sind oft die kleinen und mitunter wenig beachteten Dinge, die den Unterschied machen können. Für „Neulinge“ auf dem internationalen Parkett liefert der Artikel erste Ansätze und Informationen.

Mobiltelefon – Weltweit der gleiche Umgang?

Mobiltelefone, Blackberrys und die neueren Smartphones sind heute weltweit selbstverständlich. Sie erleichtern vielreisenden und vielbeschäftigten Managern das Leben sehr. Ad-hoc-Zugang zu Emails, gleichzeitige und jederzeitige Verfügbarkeit als Telefonpartner und die Möglichkeit, unterwegs im Internet zu surfen, erleichtern dem einzelnen „Globetrotter“ die Abwesenheit vom Büro. Man ist jederzeit ansprechbar und verfügbar. Doch gelten alle Regeln im Umgang mit Mobiltelefonen und ähnlichen Geräten weltweit genauso wie in Deutschland? Diese Frage und die mit ihr zusammenhängenden Konsequenzen wollen wir im Folgenden etwas näher betrachten.

In stark beziehungs- und interaktionsorientierten Ländern ist es üblich, das Mobiltelefon auf Konferenzen und Treffen durchweg zu benutzen und alle Anrufe anzunehmen oder selbst anzurufen. Dies gilt zum Beispiel für Indien oder auch Russland. Deutsche Geschäftsleute empfinden ein derartiges Verhalten eher als brüskierend und als Zeichen mangelnder Wertschätzung durch den Geschäftspartner. Darauf sollten Sie sich einstellen und gegebenenfalls zu Beginn der Konferenz in freundlichem Ton fragen, wie die Spielregeln in Sachen Mobiltelefon seien: „Wollen wir die Telefone benutzen oder abstellen? Falls wir sie benutzen, dann bei einem Anruf nur der Hinweis auf Rückruf oder anderweitig?“. Prinzipiell sollten Sie während einer Konferenz Ihr Handy oder Ihren Blackberry nicht ostentativ auf Emails überprüfen. Dies kann in vielen Ländern als Zeichen der Unhöflichkeit interpretiert werden.

Eine Möglichkeit, wichtige Anrufe nicht zu verpassen, ist der Vibrationsalarm, der die Gesprächsrunde nicht unbedingt stört. Dann geht man kurz hinaus und führt das Telefonat. Die anderen Gesprächsteilnehmer sollten darüber aber von vornherein informiert sein. Falls Sie beschlossen haben, das Mobiltelefon bewusst einzusetzen, nutzen Sie es durch die Involvierung von Dritten (falls absolut notwendig) dann auch effizient: Sofern Sie andere an einem Gespräch teilhaben lassen wollen, nutzen Sie die Lautsprecherfunktion Ihres Telefons. Damit stellen Sie sicher, dass jeder involvierte Adressat die Information, die Ihnen zugeht, ebenso unmittelbar erhält.

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