Weltspitze
Was Manager über die neue Kommunikationswelt wissen sollten

Handelsblatt.com bietet Ihnen mit der Serie „Weltspitze – wie Deutsche international Erfolg haben“ praktische Hilfe: Jeden Montag präsentiert der Personalberater und Buchautor Sergey Frank eine Kolumne zu dem Thema, wie Unternehmer im Ausland Geld verdienen können. Heute geht es um eine Erscheinung, die relativ neu und in der Tat sehr international ist – Social Media und Web 2.0.
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Wie sollen Geschäftsführungen und Kommunikationsabteilungen mit diesem Phänomen umgehen, welches die Möglichkeit bietet, innerhalb von wenigen Augenblicken weltweit aktiv zu sein. Wie geordnet war doch unsere Kommunikationswelt vor gar nicht allzu langer Zeit: Der Tag begann mit der Lektüre der Tagesszeitung zum Frühstück und abends fasste uns die Tagesschau das aktuelle Weltgeschehen zusammen. Man fühlte sich rundum informiert, konnte tagsüber ruhig arbeiten. Und heute? Kommunikation ist ein omnipräsenter Bestandteil unseres Privat- und Arbeitslebens geworden: Manager erhalten im Minutentakt E-Mails. Über Online-Medien, Twitter und Blogs werden sekündlich Nachrichten produziert, die gelesen und verarbeitet werden wollen. Wir möchten ja schließlich informiert sein. Und dank Blackberry und iPhone sind wir allzeit und überall empfangsbereit.

Nicht erst seit Frank Schirrmachers Bestseller ‚Payback’ fragen sich Manager, wie sie sich in der zunehmend digitalen Kommunikation zurechtfinden.

Fakt ist: Das kostenlose News-Angebot im Internet hat nicht nur die Printmedien in eine Sinn- und Existenzkrise geführt. Es stellt auch Manager und deren Unternehmen vor eine große Herausforderung: Wie nutze ich das Internet für meine Zwecke? Und wie verhindere ich, dass Unwahrheiten über mein Unternehmen zirkulieren und das Kerngeschäft bedrohen?

Ein weiterer Fakt ist: kein Unternehmen kann sich dem Web 2.0 – also der zweiten Stufe des Internets, in der jedermann dank Twitter, Facebook, Foren oder Blogs zum Publizisten wird – entziehen. Die Zeiten sind vorbei, in denen nur gelernte Journalisten Meinung machten und Nachrichten produzierten. Blogger und Twitterer bringen oft schmerzliche Wahrheiten ans Tageslicht. Sie fragen dabei nicht nach einer Stellungnahme des Unternehmens. Sie schreiben einfach. Unangekündigt und ungefragt. Und sie halten sich nicht an einen journalistischen Kodex.

Eines der bekanntesten Beispiele, wie Social Media das Kerngeschäft eines Unternehmens bedroht hat, ist die Firma Kryptonite. Deren Fahrradschlösser galten als die sichersten der Branche und waren entsprechend teuer. Bis zu dem Tag, als ein Kunde in einem US-Bikeforum beschrieb, wie sich die Kryptonite-Schlösser mit einem normalen Kugelschreiber im Handumdrehen entriegeln lassen. Man schraubt einfach den Kuli auseinander und drückt eine Hälfte in die Schlossöffnung, bewegt den Kuli etwas hin und her - offen. Zur Veranschaulichung drehte der verärgerte Kunde noch ein Video als Beweis. Binnen kurzer Zeit verbreitete sich die Nachricht und das Video im Internet. Und zahlreiche Kunden illustrierten mit weiteren Videos, wie sie das vermeintlich sicherste Fahrradschloss der Welt mit einem einfachen Kugelschreiber knackten. Durch diesen Web 2.0 Tsunami erlitt das Unternehmen nicht nur einen materiellen Schaden, sondern auch einen Imageschaden, der bis heute anhält.

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Kommentare zu " Weltspitze: Was Manager über die neue Kommunikationswelt wissen sollten"

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  • Sicherlich kein akademischer beitrag für Studenten. Doch die Reihe hat ja - so weit ich das verstehe - Manager als Zielgruppe. ich leite die Kommunikation eines mittelständischen Unternehmens und mir helfen die Argumente, um meine Chefs an die Social Media Welt ranzuführen. Von der Anbindung ans ERP-System sind wir weit entfernt...

  • Ein sehr eindimensionaler Artikel:

    ich als Student für Wirtschaftsinformatik dachte hier einen Artikel lesen zu dürfen über die Perspektiven des Web 2.0 für Unternehmen. Doch schon auf Seite 1 wird dem Leser deutlich, was die Autoren mit Web2.0 verkörpern, Social Media Plattformen und sonst nichts. Dabei hätte ein einfacher blick in Wikipedia genügt, um festzustellen, dass sich für Unternehmen viel größere Perspektiven ergeben. Podcast's, Media Sharing Plattformen, Web-basierte ERP-Lösungen etc. sind nur ein winziger Anriss dessen, was eigentlich möglich wäre. ich hätte mir daher Recherche von den Autoren erwartet. Gerade auch in Hinblick auf "Empfehlungen" für Manager ist dierser beitrag gerade mal grenzwertig.

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