Weltspitze
Wie Ihnen Präsentationen auf Englisch gelingen

Handelsblatt.com bietet Ihnen mit der neuen Serie „Weltspitze – wie Deutsche international Erfolg haben“ praktische Hilfe: Jeden Montag präsentiert der Personalberater und Buchautor Sergey Frank eine Kolumne zu dem Thema, wie Unternehmer im Ausland Geld verdienen können. Heute geht es darum, wie Ihnen vor internationalem Publikum erfolgreiche Präsentationen gelingen.
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Im Rahmen der fortschreitenden Internationalisierung sehen sich Manager öfters vor die Aufgabe gestellt, vor ausländischen Adressaten zu präsentieren. Dies ist nicht immer so einfach und birgt Risiken und Fallen. Deshalb werden wir im Folgenden auf beachtenswerte Aspekte rund um dieses Thema eingehen. Teil zwei folgt am nächsten Montag.

Oft ist es notwendig, im Rahmen eines internationalen Projekts bestimmte Aspekte oder auch das Gesamtprojekt darzustellen. Häufig geschieht dies auf Englisch. Es taucht dabei die Kernfrage auf, ob Englisch als Muttersprache oder als Fremdsprache benutzt wird.

English as Mothertongue

Selbst wenn Englisch als Fremdsprache gesprochen wird, muss dies nicht unbedingt ein Nachteil sein – man sollte die Präsentation auf Englisch eher als eine Art zusätzliche Herausforderung sehen und deshalb nicht nervöser werden als notwendig. Und es gilt in diesem Zusammenhang auch das Argument der Gegenseitigkeit, der Reziprozität: Sofern Sie zum Beispiel vor Amerikanern auf Englisch präsentieren, hilft häufig eine Bemerkung am Anfang, dass Englisch nicht Ihre Muttersprache sei („please pardon my english“). Die Adressaten werden mehr als froh sein, dass Sie auf Englisch zu Ihnen reden und sie sich nicht auf eine Fremdsprache, d.h. in diesem Fall Deutsch, umstellen müssen.

Hier ist einiges im Vorfeld zu bedenken: Sollte z.B. die Präsentationssprache vor allem für die Zuhörer eine Fremdsprache sein, ist die Aufnahmefähigkeit häufig noch begrenzter als normal. Verfahren Sie dann in Ihrer schriftlichen Präsentationsunterlagen um so mehr nach dem Motto „Keep it short and simple“ – abgekürzt auch unter „KISS“ bekannt -, d.h. kurze Aussagen, häufig ohne Verben, eher plakativ. Ihre mündlichen Ausführungen ergänzen den Inhalt der Präsentation. Sie lesen deshalb den Präsentationstext nicht einfach vor, sondern ergänzen und kommentieren mündlich die schriftlichen Kernaussagen.

In Deutschland fokussiert man gewöhnlich im Rahmen einer Präsentation auf den Inhalt, d.h. auf detaillierte Darstellungen mit professioneller Technik, wohingegen in den USA neben der Hauptbotschaft der Präsentation die Betonung stärker auf die Adressaten abstellt und auch kleine Show-Effekten beinhalten kann. Humor spielt auch eine Rolle, oft fängt man in den USA eine Präsentation mit einer Anekdote an. In Russland und China hingegen legt man eher Wert auf Nüchternheit und eine Akkumulation an Fakten. Sofern im Adressatenkreis wenig Englisch verstanden wird, sollte man die Präsentation auf Englisch vortragen und zumindest die Dokumentation, die man vorab verteilt („handout documentation“), auch in der lokalen Sprache verfassen.

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