Werbeagenturen
Serviceplan wächst gegen den Branchentrend

Während der Werbemarkt stagniert, steigert die größte inhabergeführte Agentur Deutschlands ihren Umsatz kräftig. Das Erfolgsrezept: Langjährige Erfahrung im Onlinegeschäft sowie ein integriertes Agenturkonzept, in dem alle Disziplinen unter einem Dach gebündelt sind.

DÜSSELDORF. In der Agenturbranche ist die Stimmung derzeit alles andere als euphorisch: Die Werbeausgaben der deutschen Unternehmen stagnieren, und für das kommende Jahr prognostiziert der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft einen Rückgang um ein bis zwei Prozent auf rund 30 Mrd. Euro. Keine rosigen Aussichten.

In Deutschlands größter inhabergeführter Kommunikationsagentur Serviceplan herrscht dagegen Optimismus. Der Grund: Die Agenturgruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr, das Ende Juni ablief, ihren Honorarumsatz um 22 Prozent auf 124,5 Mill. Euro gesteigert. Heute gibt das Unternehmen die Zahlen offiziell bekannt. Den Unternehmensgewinn nennen die Werber nicht, verraten aber, dass er ebenfalls um rund 20 Prozent zugelegt habe. „Das war ein außerordentlich gutes Jahr“, sagt Florian Haller, Hauptgeschäftsführer und Sohn des Firmengründers Peter Haller. Im nächsten Geschäftsjahr will die Agentur, die Kunden wie Hipp, Kia und Sony-Ericsson betreut, um „fünf bis zehn Prozent“ wachsen.

Serviceplan bleibt somit die Nummer eins unter den netzwerkunabhängigen Agenturen in Deutschland, und zwar mit deutlichem Vorsprung: Auf Platz zwei folgt die Hamburger Kreativschmiede Jung von Matt mit rund 54 Mill. Euro Umsatz und auf Platz drei Media Consulta in Berlin mit gut 52 Mill. Euro.

Agenturchef Haller sieht mehrere Gründe für das starke Wachstum seines Unternehmens. Zum einen habe die Agentur schon früh das Wachstumsfeld Onlinewerbung bearbeitet und 1996 mit Plan.Net die erste Onlineagentur Deutschlands gegründet. Mehr als zehn Jahre Erfahrung sorgten nun dafür, dass die Werber inzwischen eine „zweistellige Marge im Onlinebereich“ verdienten, sagt Haller. Auch in den nächsten Jahren sei Online in der Agenturgruppe einer der Wachstumsgaranten.

„Branchenweit wird Online aber nicht mehr mit denselben Raten weiterwachsen“, warnt er. Im ersten Halbjahr 2008 war Onlinewerbung nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Nielsen Media Research noch um rund 40 Prozent auf 665 Mill. Euro gestiegen.

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