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Anwälte können ihre Umsatzzahlen angeben

Anwälten ist es nach ihrer Berufsordnung untersagt, mit Umsatzzahlen zu werben. Das Oberlandesgericht (OLG) Nürnberg hat nun entschieden, dass diese Bestimmung verfassungswidrig ist.

Es könne Anwälten nicht untersagt werden, mit wahren Umsatzzahlen und damit zusammenhängenden Bewertungen - zum Beispiel in einer Medieninformation - zu werben. Grundlage dieser Entscheidung war die Aussage einer Anwaltskanzlei " ... erzielte Rekordumsätze .. ", "Umsatz steigt im Jahr 2001 um 37,2 Prozent.. ", ".. damit Partner Nr. 1 im internationalen Mittelstand .. ".

Allerdings - so die Nürnberger Richter - sei die Aussage " ... damit Partner Nr. 1 im internationalen Mittelstand" als gegen das Gebot der sachlichen Information verstoßend unzulässig. Damit sei die Grenze der reklamehaften Selbstanpreisung überschritten. Die Werbung mit zutreffenden Umsatzzahlen sei dagegen trotz Verbotes in der Berufsordnung nicht zu beanstanden.

OLG Nürnberg vom 22.6.2004 ; 3 U 134/04

Fundstelle NJW 2004 S. 2167

Rückfragen zum Urteil beantwortet Ihnen gerne Dr. Peter .

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