Werbung verursacht "Gruppenzwang"
Gericht verbietet Bahlsen Werbeaktion mit Klassenfahrt

Die Bahlsen GmbH darf ihre im Internet und auf Produktverpackungen laufende Werbeaktion „Sammeln für die Klassenfahrt“ nicht fortführen; anderenfalls droht ihr ein hohes Ordnungsgeld.

Die Bahlsen GmbH & Co. KG darf ihre im Internet und auf Produktverpackungen laufende Werbeaktion "Sammeln für die Klassenfahrt" nicht fortführen; anderenfalls droht ihr die Festsetzung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250 000 Euro.

Das hat das Oberlandesgericht Celle entschieden. Wer für Produkte in der Weise wirbt, dass beim Kauf Punkte erworben werden, die in ein "Klassensparbuch" einzukleben sind und bei Erreichen einer bestimmten Punktzahl eine verbilligte Klassenreise ermöglichen, schaffe einen Gruppenzwang und beeinträchtige dadurch die Entscheidungsfreiheit der Verbraucher in unangemessener unsachlicher Weise. Das Gericht gab damit dem als Kläger auftretenden Bundesverband der Verbraucherzentralen Recht.

OLG Celle, Az.: 13 U 13/05

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