Werner Anlagen Bau
Manager wegen Millionenuntreue vor Gericht

Ein weiteres Kapitel um die Veruntreuung von 75 Millionen Euro bei der Privatisierung des Ost-Berliner Unternehmens Werner Anlagen Bau (WBB) hat am Dienstag vor dem Berliner Landgericht begonnen.

HB BERLIN. Zwei Manager aus der Schweiz sollen die WBB von der Treuhand zu einem Spottpreis gekauft und mit ihren deutschen Partnern Anfang der 90er Jahre systematisch ausgehöhlt haben. Bereits am ersten Prozesstermin wurde das Verfahren gegen den 51-jährigen Präsidenten des Schweizer Unternehmens nach einem mehrstündigen Rechtsgespräch eingestellt. Der Staatsanwalt stimmte zu. Das Gericht hatte vorab darauf verwiesen, dass auch gegen hiesige Beteiligte der Privatisierung bereits Freisprüche ergangen seien.

Die Verteidigerin des zweiten Angeklagten - seinerzeit Verwaltungsrat der Schweizer Firma - erklärte, die Vorwürfe einer abgesprochenen Ausplünderung der WBB seien falsch. Ein Zivilprozess um Schadensersatz sei bereits in vollem Umfang zu Gunsten ihres Mandanten ausgegangen. Der 72-jährige Unternehmer werde sich nicht äußern. Zwei der freigesprochenen Angeklagten werden als Zeugen gehört.

Der Fall WBB galt jahrelang als einer der größten Betrugsskandale bei der Privatisierung nach der Wende. Der einzige DDR-Monopolbetrieb für Heizkraftwerke mit 1200 Mitarbeitern ging in Konkurs.

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