Wertsteigerung bescherte Allianz "schönen Gewinn"
Ex-Allianz-Chef staunte über Höhe der Prämien

Vor dem Düsseldorfer Landgericht hat der ehemalige Allianz-Chef Henning Schulte-Noelle eingeräumt, dass ihn die Höhe der Millionenprämien für das Mannesmann-Management selbst ins Staunen versetzt habe.

HB DÜSSELDORF. Schulte-Noelle, der im Jahr 2000 dem Mannesmann-Aufsichtsrat angehörte, sagte vor Gericht: "Ich war überrascht, als ich davon in der Presse las." Die Summe von 15,9 Mill. Euro sei ihm - gemessen an dem in Deutschland üblichen - als ungewöhnlich hoch erschienen. Er selbst habe sich aber gesagt, dass diese Summe außerhalb der Bundesrepublik nicht ungewöhnlich sei.

Im Aufsichtsrat aber sei das Thema kaum zur Sprache gekommen. "Da gab es keine längeren Diskussionen mit Abwägungen von Für und Wider. "Ich hatte eigentlich keinen Anlass, an der rechtlichen Wirksamkeit dieser Zahlungen zu zweifeln", betonte er. Schließlich seien Prämienzahlungen nach Übernahmeschlachten kein ungewöhnlicher Vorgang. Esser und sein Team hätten außerdem sehr professionelle Arbeit geleistet. Die Allianz habe durch die Wertsteigerung der Mannesmann-Aktie einen "sehr schönen Gewinn" realisiert. Mit Esser selbst habe er über die Anerkennungsprämie aber höchstens beiläufig gesprochen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%