WestLB-Chef soll RWE-Aufsichtsrat führen
Noch ein Job für Fischer

Die Nachfolge von Friedel Neuber als Chef des RWE-Aufsichtsrates ist praktisch entschieden, der endgültige Beschluss fällt aber erst in vier Wochen: WestLB-Chef Thomas Fischer soll das Gremium leiten – seine Wahl ist für die nächste turnusmäßige Sitzung am 8. Dezember angesetzt.

DÜSSELDORF. „Die Anteilseigner werden einstimmig vorschlagen, Herrn Fischer zum neuen Mitglied des Aufsichtsrates zu ernennen und ihn zu dessen Chef zu wählen“, erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen des Kontrollorgans. Die Dinge liefen zügig und unaufgeregt. Man wolle aber den richtigen Abstand zum Tod Neubers wahren.

Friedel Neuber war am 23. Oktober überraschend an Herzversagen verstorben. Der 69-Jährige hatte den RWE-Aufsichtsrat fast vier Jahre lang geleitet.

Nach Informationen des Handelsblatts hat Neuber, der früher ebenfalls Chef der WestLB war, Fischer vor Monaten selbst als seinen potenziellen Nachfolger ausgesucht und wollte ihn nach dem Ende seiner regulären Amtszeit im Jahr 2006 vorschlagen. Er galt zunächst als Wunschkandidat der kommunalen Anteilseigner, die rund ein Drittel der RWE-Aktien halten. Auch die anderen Großaktionäre haben nun offenbar ihre Unterstützung signalisiert. Mit den Arbeitnehmervertretern solle ebenfalls eine einvernehmliche Lösung erzielt werden, hieß es.

Als Kandidat war zunächst auch Ex-RWE-Chef Dietmar Kuhnt im Gespräch, der sich bereits beim Stabwechsel zu Harry Roels im Frühjahr 2003 Hoffnungen auf den Aufsichtsratsvorsitz gemacht hatte.

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