Management
WestLB-Vorstand Roggemann tritt zurück

Der WestLB-Vorstand Gerhard Roggemann räumt seinen Posten. Er verlasse das Institut „auf persönlichen Wunsch“ und werde sich „künftig unternehmerischen Aufgaben außerhalb der WestLB widmen, teilte die WestLB AG am Donnerstag in Düsseldorf mit.

HB DÜSSELDORF. Ein Sprecher der WestLB sagte auf Anfrage, dass noch keine Entscheidung darüber gefallen sei, ob Roggemanns Posten wieder besetzt wird. Roggemann war der letzte WestLB-Vorstand, der noch zu Zeiten des früheren Vorsitzenden Friedel Neuber in den Führungskreis der Bank aufgestiegen war. Vor knapp zwei Wochen hatte die „Börsen-Zeitung“ berichtet, dass Roggemann seine Postion auf Druck der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) räumen müsse. Zur Begründung hieß es, dass er von Unregelmäßigkeiten im Kreditgeschäft gewusst, aber nicht widersprochen habe.

Weiter berichtete das Blatt damals, dass auch das stellvertretende Vorstandsmitglied Robert Restani (45) die WestLB demnächst verlassen werde. Um Restani, der von Neubers glücklosem Nachfolger Jürgen Sengera berufen worden war, ranken sich schon seit geraumer Zeit immer wieder Rücktrittsgerüchte. In seiner Zuständigkeit für das Sparkassengeschäft soll er ohne eigenes Verschulden „verschlissen“ worden sein.

Der neue WestLB-Chef Thomas Fischer hatte zuletzt mit umfangreichen Umbauarbeiten bei der WestLB begonnen, die auch den Vorstand betrafen. Er will das Geschäft mit den Sparkassen stärken und hatte gesagt, der Versuch der Bank, im Geschäft mit Großkunden und beim Investmentbanking im Konzert der Großen mitzuspielen, sei „bitter bestraft“ worden. Erst im Februar hatte die Bank verkündet, dass der Vorstandschef der Sparkasse Münsterland Ost, Norbert Emmerich, in den Vorstand des Instituts wechselt.

Die WestLB hatte 2003 vor allem wegen fauler Kredite einen Verlust von 2,32 Mrd. € verbucht. Der seit Anfang 2004 amtierende Fischer hatte jüngst gesagt, dass die Bank zur Verbesserung ihrer Kernkapitalquote eine Kapitalerhöhung im Volumen von 1,5 Mrd. € benötige. Dabei ist sie auf Grund der Eigentümerstruktur auf die Unterstützung der Sparkassen angewiesen.

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