Wie sich Roland Emmerich in Hollywood durchsetzte
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Mit unkonventionellen Ideen, die gigantische Special Effects zum Mini-Budget auf die Leinwand zaubern, hat der schwäbische Filmemacher Roland Emmerich sich Anfang der neunziger Jahre einen Namen gemacht. Und der reicht bis nach Hollywood: Dort setzt er seitdem seine Visionen um – jetzt mit großem Budget.

HB BERLIN. Die Raumstation ist kniehoch, besteht aus Pappmaché, Joghurtbechern und Modellbausätzen, aus viel Farbe, Spray und Liebe fürs Detail. Die futuristischen Raumgleiter, die durch die Schluchten auf fernen Planeten jagen, hängen an hauchdünnen Nylonfäden. Im Film ist davon nichts zu spüren. Da erlebt der Zuschauer die Gefechte in der Galaxie und Hubschrauberjagden durch die Schluchten des „Moon 44“.

Mit unkonventionellen Ideen, die gigantische Special Effects zum Mini-Budget auf die Leinwand zaubern, hat der schwäbische Filmemacher Roland Emmerich sich Anfang der neunziger Jahre einen Namen gemacht. Und der reicht bis nach Hollywood: Dort setzt er seitdem seine Visionen um – jetzt mit großem Budget. 132 Millionen Dollar kostete sein aktueller Streifen „The Day after Tomorrow“, der heute weltweit in die Kinos kommt. Ein knappes Drittel davon brauchte er allein für die Special Effects.

Roland Emmerich hat geschafft, was nur wenigen deutschen Filmemachern gelingt, in den USA Erfolg zu haben. Das liegt auch daran, dass der Mann mit der schlabbrigen Hose, dem zu großen Jackett und der Baseball-Kappe von Beginn seiner Karriere an mit seinen Werken genug Geld einspielt.

„Ich mache Filme, die ich selber sehen will, nicht um mich selbst zu verwirklichen oder um das Leben der Menschen zu verändern“, sagt er schon als Student. Seine Vorbilder sitzen in Amerika, heißen Steven Spielberg und George Lucas. Und er weiß, dass er nur Erfolg hat, wenn jeder seiner Filme so viel einspielt, dass er den nächsten davon drehen kann.

Mit seinem Vater Hans und seiner Schwester Ute gründet er die Filmproduktionsgesellschaft Centropolis in Sindelfingen bei Stuttgart. Er produziert in heimischer Umgebung durch und durch amerikanische Filme mit amerikanischen Darstellern aus den umliegenden US-Kasernen und bringt neue Spezialeffekte. Deutsch nachsynchronisiert wird später. Damit sich der Film besser verkaufen lässt.

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