Wiedemann für Hein
IWKA-Vorstandschef wechselt wie erwartet

Beim Karlsruher Maschinen- und Anlagenbauers IWKA wechselt wie erwartet der Vorstandsvorsitzende: Wolfgang-Dietrich Hein geht zum Jahresende, dafür übernimmt der bisherige Vorstand für Autotechnik, Gerhard Wiedemann, das Ruder.

HB KARLSRUHE. In dürren Worten ließ der Aufsichtsrat am Freitag verlauten, er danke „Herrn Hein für die geleistete Arbeit und die erfolgreiche Restrukturierung des IWKA-Konzerns“. Gründe für die Demission des Spitzenmanagers wurden nicht genannt. Hein war erst vor 15 Monaten als Sanierer zu IWKA geholt worden. Durch seinen Abgang schrumpft der IWKA-Vorstand auf drei Mitglieder.

Hein zog mit seinem Rücktritt die Konsequenzen aus monatelangen Querelen mit dem Großaktionär Guy Wyser-Pratte. Der US-Investor hatte schon Heins Vorgänger Hans Fahr mit seinen Forderungen nach Fokussierung auf Industrieroboter und Automobiltechnik mürbe gemacht und schließlich im Sommer 2005 Fahrs Abgang erreicht.

Im September vergangenen Jahres übernahm Hein mit einem Dreijahresvertrag das Ruder. Kurz danach traten die Kapitalvertreter im Aufsichtsrat geschlossen zurück, da sie wie der Vorstand auf der Hauptversammlung 2005 nicht entlastet worden waren.Zunächst widersetzte sich Hein den Forderungen Wyser-Prattes nach Abtrennung der Verpackungsmaschinen-Sparte, die gut ein Viertel des Konzernumsatzes ausmacht. Im Herbst lenkte er dann ein, stellte die Sparte zum Verkauf und signalisierte, dass er vorzeitig bereits Mitte nächsten Jahres gehen könne.

Der Aufsichtsrat hatte bereits vor zwei Wochen über Heins Zukunft an der Vorstandsspitze beraten, aber ihn vorerst im Amt belassen. Aufsichtsratschef Rolf Bartke hatte einen externen Kandidaten als vorzeitigen Ersatz für Hein favorisiert, sich aber mit seinem Personalvorschlag nicht durchsetzen können. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat wollten den Chefposten mit einem internen Kandidaten wie Wiedemann besetzen. Das Unternehmen soll nach Meinung der Arbeitnehmervertreter zur Ruhe kommen, da sich das Personalkarussell seit Sommer vergangenen Jahres in rascher Folge gedreht hat.

Mit Wiedemann tritt ein erfahrener Manager an die IWKA-Spitze. Im Vorstand sitzt er zwar erst seit April, bei dem früher unter „Industriewerke Karlsruhe-Augsburg“ firmierenden Konzern ist Wiedemann jedoch schon fast 30 Jahre beschäftigt.

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