Willi Verhuven
Alltours-Chef fährt Polizisten über den Haufen

Unternehmenschefs haben gewöhnlich wenig Zeit. Willi Verhuven aber hatte es allzu eilig: Er soll einen Polizisten angefahren und liegen lassen haben. Der Alltours-Chef entgegnet, der Mann sei ihm aufs Auto gesprungen.
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Düsseldorf/DuisburgWilli Verhuven hat mächtig Ärger mit der Polizei. Dem Chef des Reiseunternehmens Alltours wird vorgeworfen, am Mittwoch in Duisburg einen Polizisten angefahren zu haben. Der 61-jährige Firmengründer war auf dem Weg zur Alltours-Zentrale im Duisburger Innenhafen. 50 Meter vor dem Bürogebäude sperrte ein Motorradpolizist die Straße für eine Kundgebung der Gewerkschaft Verdi ab. Die Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst streikten. Doch das passte Verhuven nicht.

Nach einem kurzen Wortgefecht gab der Unternehmer Gas. Der Motorradpolizist landete auf der Motorhaube von Verhuvens Mercedes. Der 46-Jährige hielt sich noch am Scheibenwischer fest und stürzte dann zu Boden. Er erlitt eine Knieverletzung und ist vorerst dienstunfähig, auch sein Motorrad wurde ramponiert. Verhuven fuhr weiter ins Büro, ohne sich um den verletzten Ordnungshüter zu kümmern. Soweit die Schilderung der Polizei.

Verhuven sieht das ganz anders. Er selbst sagt aber nichts und schickt seinen Sprecher vor. „Uns liegen übereinstimmende Zeugenaussagen vor, die berichten, dass der Polizist nicht angefahren wurde“, sagte Alltours-Sprecher Stefan Suska zu Handelsblatt Online.

Der Polizist sei hingegen auf das Auto gesprungen, er habe nach Aussage der Zeugen „mutwillig den Scheibenwischer zerstört und auf das Auto eingeschlagen“. Verhuven sei nicht geflohen. Vielmehr habe er mit dem Ordnungshüter gesprochen und ihn mehrmals nach seinem Namen gefragt. „Der Polizist wirkte für die Zeugen unverletzt“, sagte der Alltours-Sprecher.

„Wir haben die Alltours-Pressestelle gebeten, uns die Namen der Zeugen weiterzuleiten“, sagte Ramon van der Maat, Sprecher der Polizei Duisburg, zu Handelsblatt Online. Die Aussagen sollten in einem möglichen Ermittlungsverfahren verwertet werden. Eine Zeugin hat die Polizei am Donnerstag bereits verhört. Auch Verdi hat sich eingeschaltet. Die Gewerkschaft sucht Zeugen, die die Szene gefilmt haben sollen. „Wir sammeln jetzt die Zeugenaussagen und legen das Ergebnis der Staatsanwaltschaft vor“, sagte van der Maat.

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Der Führerschein wurde beschlagnahmt

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  • Verhuven meint das Recht gekauft zu haben, dies trifft auch für sein Verhalten gegenüber den Inmobilienbesitzern in Spanien zu. Vermieten aber nicht zahlen ! Kann man hier auch nachlesen, einfach googeln !

  • Der wird schon gute Anwälte haben - dem passiert nichts!
    Im Rechtsstaat kann man alles kaufen - auch das Recht!

    Bananenrepublick eben.

  • In Deutschland gibt es einfach keinen Respekt vor dem sehr harten und schlecht bezahlten Polizeidienst! Das gilt für Arme und Reiche , für Junge und Alte , In - und Ausländer und für Gebildete und Dumme. Daran ist auch die Presse mit ihrer "Polizeiberichterstattung" leider mit schuldig.

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