Windfonds
Anleger müssen entschädigt werden

Wenn Fondsanbieter Gutachten ignorieren, können Anleger ohne Schaden aussteigen. Zumindest im konkreten Falle eines Windpark-Fonds haben Richter entsprechend entschieden.

Das Oberlandesgericht Hamm hat die Initiatoren eines Windparks in Ostwestfalen verurteilt, Anlegern deren investiertes Geld zurückzuzahlen (27 U 121/05). Die Windräder hatten deutlich weniger Strom produziert, als den Investoren im Prospekt des Windfonds in Aussicht gestellt worden war. Die beauftragten Windgutachter hätten dem Fondsanbieter empfohlen, von ihren Prognosen einen Sicherheitsabschlag von zehn Prozent vorzunehmen.

Das sei jedoch unterblieben, monierten die westfälischen Richter. Im Prospekt sei die Empfehlung der Gutachter nicht mal erwähnt, stattdessen verkaufe der Initiator einen dreiprozentigen Abschlag auf das niedrigste Gutachten als besondere Vorsichtsmaßnahme. Das sei irreführend und damit ein Prospektfehler. Die Anleger seien so zu stellen, als hätten sie nie in den Fonds investiert.

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