Windows-Konzern

84 Millionen Dollar für Microsoft-Chef Nadella

Der Vorstoß an die Spitze von Microsoft hat sich für Satya Nadella trotz eines vergleichsweise bescheidenen Grundgehalts auch finanziell gelohnt. Ein dickes Aktienpaket macht den US-Manager zum Spitzenverdiener.
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Microsoft-Chef Satya Nadella bekommt für 2014 einen Bonus von 3,6 Millionen Dollar. Quelle: dpa

Microsoft-Chef Satya Nadella bekommt für 2014 einen Bonus von 3,6 Millionen Dollar.

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SeattleMicrosoft-Chef Satya Nadella winken nach seinem ersten Jahr an der Spitze des Windows-Konzerns über 84 Millionen Dollar. Zu dem Grundgehalt und einer Prämie kommen Aktien im aktuellen Wert von 79,78 Millionen Dollar hinzu. Allerdings wird er erst im Jahr 2019 darauf zurückgreifen können. Die Aktionäre billigten auf der Hauptversammlung am späten Mittwoch die Vergütung des Top-Managements.

Nadella, der im Februar an die Konzernspitze vorrückte, hat ein Grundgehalt von knapp 920 000 Dollar und bekommt für 2014 einen Bonus von 3,6 Millionen Dollar. Bei seinem Vorgänger Steve Ballmer hatte der Verwaltungsrat zuletzt nicht die vollen Bonuszahlungen gebilligt, weil er und das Unternehmen nicht alle Geschäftsziele erreicht hätten. Ballmer, der bei Microsoft von Anfang an dabei war, ist aber inzwischen größter Anteilseigener des Unternehmens und liegt in der Forbes-Liste der reichsten Menschen weltweit auf Platz 21.

Bei einer Vertragsauflösung kann Nadella eine Abfindung von 17,4 Millionen Dollar bekommen. Die einflussreiche Aktionärsberatung ISS (Institutional Shareholder Services) hatte sich besorgt über die Höhe von Nadellas Vergütung gezeigt, ein Aufstand der Anteilseigner bei der Hauptversammlung blieb jedoch aus.

Die Top-Verdiener der Dax-Konzerne
HeidelbergCement
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Platz 15*

Bernd Scheifele, Vorstandschef des Baustoffkonzerns Heidelberg-Cement, verdiente im vergangenen Jahr 4,34 Millionen Euro (1,32 Millionen fix) – weder ein Plus noch ein Minus im Vergleich zum Jahr 2012.

*Stand 20. März 2014 sind noch nicht alle Gehälter veröffentlicht.

Platz 8: Marijn Dekkers
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Bayer-Vorstandsvorsitzender Marijin Dekkers bekam im vergangenen Jahr 5,4 Millionen Euro. Damit verdiente er fast zwölf Prozent mehr als im Jahr 2013.

Platz 11: Heinrich Hiesinger
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Der Vorstandschef von Thyssen-Krupp, Heinrich Hiesinger, hat sich im Ranking um zwei Plätze nach vorne gearbeitet. Im Jahr 2014 lag er bei 5,2 Millionen Euro, eine kleine Steigerung. Schon im Geschäftsjahr 2012/13 machte er trotz eines erneuten Nettoverlustes im Gehaltsranking einen Sprung nach oben. Sein Gehalt stieg 2013 um 28 Prozent im Vergleich zum Jahr 2012 auf 4,9 Millionen Euro.

Platz 7: Peter Terium
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Auch RWE-Chef Peter Terium ist im Gehälter-Ranking der Dax-Vorstandschefs nach vorne gerückt. Das liegt vor allem an einem deutlichen Gehaltsplus von 29 Prozent. Insgesamt verdiente Terium 5,7 Millionen Euro.

Platz 10: Kurt Bock
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In die Top 10 schaffte es der Vorstandsvorsitzende des Chemiekonzerns BASF, Kurt Bock. Er verdiente im vergangenen Jahr mit 5,3 Millionen Euro etwas weniger als im Vorjahr.

Platz 6: Frank Appel
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Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post, Frank Appel, kassierte im vergangenen Jahr 5,8 Millionen Euro. Das war kaum mehr als im Vorjahr. Seinen Vorgänger Peter Löscher hat er damit überholt, er bekam im Jahr 2013 5,58 Millionen Euro ausgezahlt.

Platz 12: Johannes Teyssen
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Insgesamt 4,9 Millionen Euro brachte der Vorstandschef von Eon, Johannes Teyssen, im Jahr 2014 nach Hause – rund 11 Prozent weniger als im Jahr davor. Denn 2013 lag sein Gehalt bei 5,5 Millionen Euro.

Auch Nadellas Millionen verblassen aber im Vergleich zu den Aussichten für Apple-Chef Tim Cook. Er bekam beim Vorrücken auf den Chefposten im August 2011 eine Million Apple-Aktien im damaligen Wert von knapp 384 Millionen Dollar. Der Kurs hat sich seitdem mehr als verdoppelt. Allerdings kann Cook erst 2016 die erste Hälfte des Aktiengeschenks einlösen und den Rest 2021.

Nadella hat das Image von Microsoft in den vergangenen Monaten deutlich aufgefrischt. Er verfolgt den Kurs, Microsoft-Dienste auch auf Konkurrenz-Plattformen wie Apple-Geräte und Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android zu bringen. Außerdem kaufte er für 2,5 Milliarden Dollar die Entwicklerfirma hinter dem Spiel „Minecraft“. Bei der Integration des verlustbringenden Handy-Geschäfts von Nokia griff er mit dem Abbau von rund 18 000 Stellen hart durch.

  • dpa
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