Wladimir Strschalkowski
Draht nach ganz oben

Wladimir Strschalkowski übernimmt den Chefposten beim weltgrößten Nickelkonzern in turbulenter Zeit – vielleicht helfen ihm seine guten Beziehungen zu Putin

MOSKAU. Als Wladimir Strschalkowski den Anruf erhielt, dass er zum Chef des größten russischen Bergbaukonzerns Norilsk Nickel auserkoren sei, bat er sich ein wenig Zeit aus. Er wollte unbedingt selbst zum Hörer greifen und „ganz oben“ durchzuklingeln – kolportiert die russische Presse.

Ob er sich tatsächlich die Zustimmung von Regierungschef Wladimir Putin eingeholt hat, den er seit vielen Jahren gut kennt, mag ins Reich der Gerüchte gehören. Sicher ist: der 54-jährige in St. Petersburg geborene Mathematiker verfügt über beste politische Beziehungen.

Über Erfahrung im Bergbau aber nicht: Denn bis zu seiner überraschenden Kür zum neuen Chef von Norilsk vor wenigen Wochen arbeitete er in einer ganz anderen Branche: Er leitete er die staatliche Tourismusbehörde.

Ob seine Berufung ein weiterer Coup des Norilsk-Großaktionärs Wladimir Potanin ist? Der kämpft seit Monaten mit dem nach Schätzungen des US-Magazins „Forbes“ reichsten Mann des Landes, Oleg Deripaska, um die Kontrolle des hochprofitablen, börsennotierten Konzerns. Oder wurde seine Nominierung „von oben“ lanciert?

Wladimir Strschalkowski jedenfalls übernimmt die Führung beim größten Nickelproduzenten der Welt in einer Zeit, in der sich große Umbrüche für die Branche in Russland abzeichnen – und für den Konzern.

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