Wolfgang Bernhard im Porträt
Qualitätsfanatiker und Autonarr

Zwei Tage bevor Wolfgang Bernhard Mercedes-Chef werden sollte, überlegte es sich der Aufsichtsrat von Daimler-Chrysler anders. Das nennt man wohl Karriereknick.

HB STUTTGART. Der 43-Jährige hatte sich in seinen Jahren beim angeschlagenen US-Autobauer Chrysler den Ruf des knallharten Sanierers erworben. Bei Mercedes soll er in den vergangenen Wochen etwas zu ruppig vorgegangen sein. Arbeitnehmervertreter beschwerten sich bei „Mr. Mercedes“ Jürgen Hubbert, der nun bis auf weiteres an der Spitze bleibt.

Der am 3. September 1960 geborene Bernhard gilt als ausgesprochener Qualitätsfanatiker. Die Amerikaner bei Chrysler haben ihm den Titel „Car Guy“ verliehen - dieses lobende Attribut erhält dort nur derjenige, der die Automobilproduktion aus dem Effeff kennt und darüber hinaus durch und durch ein Autonarr ist.

Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler Bernhard, der sich sein Studium auch schon mal als Straßenmusiker verdient hatte, kam über den Umweg beim Unternehmensberater McKinsey Anfang der 90er Jahre zur damaligen Mercedes-Benz AG. Mit der Leitung der S- Klassen-Montage und dem Chefposten beim hauseigenen Veredler AMG im Jahr 1999 machte Bernhard dann schnell Karriere.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%