Wolfgang Bernhard
Mr. Bang verlässt den Höllenhund

Der ehemalige Daimler-Chrysler-Manager Wolfgang Bernhard gibt seinen Job beim US-Investor Cerberus auf.

FRANKFURT. Er gilt als jemand, der schnell handelt. „Das geht wie mit einem Maschinengewehr, bang, bang, bang“, ist ein viel zitierter Satz von Wolfgang Bernhard. Jetzt hat es wieder „bang“ gemacht. Der 48-jährige ehemalige Daimler-Chrysler-Manager hat Cerberus verlassen. Das bestätigte der US-Finanzinvestor. Gründe nannte er nicht.

Bernhard war im vergangenen Jahr zu Cerberus gegangen, bevor der Investor zum Großaktionär von Chrysler aufstieg. Der Autoexperte hatte für die Beteiligungsgesellschaft auch zum Teil die Verhandlungen mit dem bisherigen Großaktionär, dem Daimler-Konzern, geführt. Doch der Bruch mit dem Höllenhund Cerberus hatte sich bereits kurz nach dem Milliardendeal angedeutet: Bernhard schlug den Job als Verwaltungsratschef des angeschlagenen US-Autobauers aus.

Der unterschriftsreife Vertrag sei von Bernhard in letzter Sekunde abgelehnt worden, nachdem Cerberus den Ex-Chef der US-Baumarktkette Home Depot, Robert Nardelli, an die Spitze des Unternehmens in Auburn Hills berufen hatte, erzählen Vertraute. Offiziell wurde der Schritt damals allerdings mit familiären Gründen begründet.

Seitdem war es ruhig geworden um den einstigen Auto-Spitzenmanager, der privat inzwischen in Wien lebt. Nicht einmal bei den üblichen Spekulationen über Führungswechsel bei deutschen Autokonzernen fiel sein Name. Denn Bernhard scheint das Kapitel Autoindustrie für sich abgeschlossen zu haben. Als er im Frühjahr 2007 bei Volkswagen abtrat, deutete er bereits an, dass er sich einen Wechsel in eine andere Branche vorstellen könne.

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